Konecny stellt Anfrage an Außenministerin Plassnik zur Förderung des Prager Literaturhauses

Wien (SK) - Der Vorsitzende der sozialdemokratischen Bundesratsfraktion, Albrecht K. Konecny richtet in Bezug auf die Verweigerung einer finanziellen Unterstützung des Prager Literaturhauses für deutschsprachige Literatur eine Anfrage an die Bundesministerin für europäische und internationale Angelegenheiten, Ursula Plassnik. ****

In Prag bemüht sich eine von der Doyenne der deutschsprachigen Schriftsteller Prags, der heute 92-jährigen Lenka Reinerova, ins Leben gerufene Stiftung, ein "Literaturhaus der deutschsprachigen Literatur" zu errichten. Das Projekt zielt einerseits auf Dokumentation und Forschung, wofür als Basis eine einzigartige 1.000 Bände umfassende Bibliothek zur Verfügung steht. Weiters sollen die Autoren dieser Literatur einer neuen Generation von Lesern nahe gebracht werden.

Konecny betonte, dass gerade die Prager deutschsprachigen SchriftstellerInnen einen nicht unwesentlichen Teil der österreichischen Literaturgeschichte darstellen und dass es aus diesem Grund mehr als angebracht wäre, dieses Projekt zu unterstützen. "Auf Grund der Bedeutung der deutschsprachigen Literatur in Prag für Österreich ist es mir völlig unverständlich, warum Ministerin Plassnik eine Förderung nicht zusagt", betonte Konecny Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Um Licht in diese Angelegenheit zu bringen hat nun Konecny folgende Fragen an Plassnik gerichtet:

1. Ist Ihnen die erwähnte Initiative "Prager Literaturhaus" bekannt und erachten Sie die Zielsetzungen dieser Initiative für aus österreichischer Sicht unterstützenswert?

2. Ist es richtig, dass es bisher jedoch keine Unterstützung dieser Initiative im Rahmen der österreichischen Auslands-Kulturpolitik gegeben hat und was waren die Beweggründe dafür?

3. Sind Sie bereit, Förderungsmaßnahmen zugunsten des - auch für österreichische Literaturgeschichte bedeutsamen - "Prager Literaturhauses" in die Wege zu leiten?
(Schluss) js/mp

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