Parnigoni: "Platter soll nicht mauern, sondern aufklären!"

Unabhängige Experten in Kampusch-Kommission unabdingbar

Wien (SK) - "Schön langsam wird es unerträglich!" - so bewertet der Vorsitzende des parlamentarischen Innenausschusses, SPÖ-Abgeordneter Rudolf Parnigoni, die Ermittlungsfehler und augenscheinlichen Vertuschungsversuche im Fall Natascha Kampusch. An einer, wie von SPÖ-Klubobmann Josef Cap geforderten Beiziehung des Korruptionsexperten und langjährigen Rechnungshofpräsidenten Franz Fiedler und weiteren unabhängigen Experten in die "Kampusch-Kommission" führe kein Weg vorbei. "Platter soll nicht mauern, sondern aufklären!", fordert Parnigoni ****

Weiters erinnert Parnigoni daran, dass noch im Jahr 2006 vom Innenministerium etwaige Ermittlungspannen in Abrede gestellt wurden und behauptet wurde, dass der Tatverdächtige Priklopil ein Alibi vorweisen könne. Jetzt, so Parnigoni, stelle sich heraus, dass das nicht gestimmt hat und das Kabinett der Innenministerin davon wusste. Dies beweise ein Mail-Verkehr Herwig Haidingers mit Bernhard Treibenreif. Parnigoni: "Diese Hinweise zeichnen ein Sittenbild des Ministeriums, das nach einer unabhängigen Untersuchkommission verlangt."

"Witzlos" sei es, so Parnigoni weiter, wenn Innenminister Platter Rudolf Keplinger, den Chef des oberösterreichischen Landeskriminalamts, in die "Kampusch-Kommission" bestellt, obwohl Keplingers Vorgesetzter Andreas Pilsl, der oberösterreichische Landespolizeikommandant, von Haidinger im Beisein Platters im Innenausschuss schwer beschuldigt wurde. Platter wäre gut beraten, für volle Aufklärung zu sorgen, doch "leider sind Tendenzen vorhanden, die das Gegenteil erkennen lassen", so Parnigoni abschließend. (Schluss) ps/mm

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