Weinzinger: Existenzsichernde Jobs werden zur Mangelware

Grüne: Rasanter Anstieg bei geringfügigen Jobs trifft vor allem Frauen

Wien (OTS) - "Eine immer größere Zahl an Frauen ist nur mehr geringfügig beschäftigt und hat somit kein eigenständiges existenzsicherndes Einkommen. Mit einem Einkommen von knapp 350 Euro im Monat fällt es jedoch schwer, zusätzlich noch für die Pension vorzusorgen. Die angespannte Einkommenssituation von heute wird dann zur Altersarmut von morgen",
so Brigid Weinzinger, Frauensprecherin der Grünen, zum neuen Höchststand bei den geringfügigen Beschäftigungen. Die neueste Statistik über die geringfügig Beschäftigten beweise, dass der Trend zu a-typischen Beschäftigungsformen nicht nur seit 10 Jahren ungebrochen anhalte, sondern rasant steige. Frauen arbeiten besonders häufig in nicht existenzsichernden Jobs. Unter den geringfügig Beschäftigten beträgt ihr Anteil rund 70 Prozent.

"Die Entwicklung hin zu immer mehr MacJobs trifft Frauen deutlich stärker und hindert sie daran, ein ökonomisch selbständiges Leben zu führen. Die Politik ist aufgefordert, Rahmenbedingungen zu schaffen, die existenzsichernde Stellen sowohl für die Frauen als auch für die Betriebe attraktiver machen. Hier herrscht massiver Aufholbedarf", meint Weinzinger. Der von der Regierung propagierte kollektivvertragliche Mindestlohn von 1.000 Euro brutto, der sich an einer Vollzeitbeschäftigung orientiere, werde diese Problematik jedenfalls nicht entschärfen.

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