Khol-"Initiative für ein rot-weiß-rotes ORF-Qualitätsfernsehen"

Modellvorschlag an ORF-Publikumsrat: Rein öffentlich-rechtliches Programm auf TW1

Wien (OTS) - Die neue Initiative von Seniorenbund-Obmann Dr.
Andreas Khol unter dem Titel "Initiative für ein rot-weiß-rotes ORF-Qualitätsfernsehen" erhält durch den dieser Tage von der EU vorgelegten, äußerst kritischen ORF-Prüfberichtes und die nicht nur von Seniorenorganisationen vehement abgelehnte Gebührenerhöhung besondere Aktualität: "Ich habe gestern dem Vorsitzenden des ORF-Publikumsrates, Hon.-Prof. Dr. Georg Weißmann, einen konkreten Vorschlag zu einer zielführenden Umsetzung des öffentlich-rechtlichen Auftrages übermittelt. Ich hoffe, dass der Publikumsrat diese Initiative unterstützt, um den ORF wieder zu einer österreichischen Erfolgssender zu machen." Khol verweist darauf, dass der ORF nur deshalb Gebühren einheben und gleichzeitig Werbegeld kassieren darf, weil er im Gegensatz zu den privaten Sendern einen klaren öffentlich-rechtlichen Qualitätsauftrag zu erfüllen hat. "Dieser Pflicht kommt der ORF heute sicher nicht mehr ausreichend nach", macht Khol deutlich: "Im internationalen Vergleich fehlen zufriedenstellende Angebote bei Qualitätsprogrammen. Darüber hinaus werden nicht alle Bevölkerungs- und Altersgruppen in gleicher Weise mit Informationsangeboten bedient. Die größten Verlierer der ORF-Reform sind ausgerechnet die älteren Bevölkerungsgruppen, gerade sie stellen aber die größte und treueste Sehergruppe dar. Senioren sehen daher nicht ein, warum sie für weniger Leistungen mehr bezahlen sollten - die Gebührenerhöhung verschlingt ja immerhin die Pensionserhöhung eines ganzen Monats." So wurden etwa bei Senioren vor der Reform beliebte Sendungen, wie etwa "Willkommen Österreich", ersatzlos gestrichen und einem Jugendmarketing-Kult geopfert. Speziell Kunst, Kultur, Bildung, Zeitgeschehen und Gesundheit seien als für Senioren besonders interessante Themen überhaupt chronisch unterrepräsentiert. Ein Umbau des Senders TW1 könnte hier hervorragend Abhilfe schaffen, ist der Kern der Khol-Initiative: "Die technisch und finanziell günstigen Möglichkeiten der Digitalisierung würden es erlauben, TW1 zu einem Sender zu machen, der sich ausschließlich um die Umsetzung des öffentlich-rechtlichen Auftrages kümmert."

Vorbilder: TV-Sender im deutschsprachigen Raum und ORF-Radioprogramme

Es gibt im deutschsprachigen Raum genügend Vorbilder, wie beispielsweise Arte, Phoenix, ZDF-Doku, ZDF-Theater, 3sat oder Bayern Alpha. Der ORF könne sich zudem an seinem eigenen Radioprogramm orientieren: "Im Hörfunk ist es bereits sei Jahren auf vorbildliche Art und Weise gelungen, ein ansprechendes Programm für alle zu bieten", betonte Khol. So stehe der werbefreie Sender Ö 1 für Qualitätsnachrichten und Hochkultur, Ö 2 für die regionale Volkskultur, Ö 3 sei als zeitgeistiger, witziger Unterhaltungssender konzipiert und FM 4 als Sender für einen Teil der Jugend. "TW1 sollte nach dem Vorbild des Radiosenders Ö 1 umgebaut werden. Kunst und Kultur ließen sich in vielerlei Hinsicht aus den ORF-Archiven bedienen. Der ORF sitzt ja auf einen wahren Hort an Schätzen in diesem Bereich", so Khol.

Informations- und Service-Sendungen für Ältere

Wünschenswert wäre zudem eine seniorengerechte Informationssendung, wie sie "Land und Leute" für Menschen im ländlichen Raum darstellt. Khol: "Vom Bereich der Bildung, etwa dem Umgang mit den neuen Kommunikationstechnologien, über die Information, beispielsweise über Senioren betreffende neue Gesetze, EU-Initiativen und ähnliches, bis hin zum Thema Gesundheit gebe es eine Vielzahl an Themen, welche die Seniorinnen und Senioren interessieren, und die zusätzlich das öffentlich-rechtliche Profil des ORF stärken würden."

Der Österreichische Seniorenbund fordert eine gemeinsame Anstrengung aller für den ORF Verantwortlichen. "Der ORF ist ein wesentlicher Bestandteil Österreichischer Identität. Wir wollen wieder auf den ORF, als ein rot-weiß-rotes Qualitätsfernsehen, stolz sein können", so Khol abschließend.

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