Samariterbund: Sicherheitstrainings für RettungsfahrerInnen

Kooperation zwischen Samariterbund Wien und ARBÖ setzt neue Standards.

Wien (OTS) - Rund vier Millionen Kilometer legen die RettungsfahrerInnen des Samariterbundes Wien im Jahr auf Wiens Straßen zurück. Um das Unfallrisiko so weit wie möglich zu minimieren und das Sicherheitsbewusstsein der FahrerInnen im Straßenverkehr zu erhöhen, erhalten seit kurzem alle hauptamtlichen RettungsfahrerInnen im Zuge der Lenkerausbildung ein Fahrsicherheitstraining mit ganztägiger verkehrspsychologischer Betreuung. Der Samariterbund Wien ist derzeit die einzige Blaulichtorganisation, die die Einsatzfahrerausbildung mit einem solchen Training ergänzt. Möglich gemacht wird dies durch eine Kooperation mit dem ARBÖ. Die AUVA unterstützt die Aktion.

Die RettungsfahrerInnen des Samariterbundes erleben bei diesem Training Gefahren- und Grenzsituationen hautnah. "Sie lernen Unfallgefahren und die persönlichen Fähigkeiten genauer einzuschätzen. Damit wird unfallfreies Fahren gefördert und Stress reduziert - auch zur Sicherheit der PatientInnen", erklärt Thomas Kiesling, Projektmanager des Rettungs- und Krankentransportdienstes beim Samariterbund Wien.

Geübt werden Situationen des Rettungsalltags mit Fahrzeugen des Samariterbundes - sowohl in der Rolle des Fahrers/Beifahrers als auch aus der Sicht des Patienten. Der Samariterbund Wien hat mit Wolfgang Grilnberger, Fahrsicherheitstrainer des ARBÖ, und dem Verkehrspsychologen Mag. Anton Bock die Vorkommnisse der letzten beiden Jahre und des laufenden Jahres analysiert und ein Training zusammengestellt, das punktgenau auf die Vermeidung der häufigsten Unfallursachen abzielt. Grilnberger: "Im Mittelpunkt steht der Mensch und nicht die Technik". Einzigartig ist die Begleitung durch den Verkehrspsychologen während des gesamten Trainingstages. Die TeilnehmerInnenanzahl pro Tag ist auf zehn Personen mit fünf Fahrzeugen begrenzt.

Voraussichtlich bis April 2008 sollen alle hauptamtlichen RettungsfahrerInnen des Samariterbundes das Fahrsicherheitstraining absolviert haben. Damit wird die Ausbildung bis zur Fußball-Europameisterschaft rechtzeitig abgeschlossen sein. Neben diesem Training absolvieren die TeilnehmerInnen im Rahmen der Einsatzfahrerausbildung eine verkehrspsychologische Berufseignungsuntersuchung (durchgeführt vom Kuratorium für Verkehrssicherheit), einen Theoriekurs, einen praktischen Ausbildungstag und Dienste mit einem Praxisanleiter. Im Fuhrpark des Samariterbundes stehen derzeit 146 Fahrzeuge - von Rettungs- und Krankentransportfahrzeugen über Notarztwagen bis hin zu LKWs - für Einsätze bereit.

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Mag. (FH) Jennifer Gerstl
Öffentlichkeitsarbeit Samariterbund Wien
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E-Mail: jennifer.gerstl@samariterbund.net
Web: http://www.samariterwien.at

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