ÖAMTC: Bei Glatteis Fuß weg vom Gas und vorausschauend fahren

Plötzlich einsetzende Bodenglätte verlangt rasche Anpassung der Fahrweise

Wien (OTS) - Glatteis kann in Sekundenschnelle auftreten, so wie auch heute Morgen durch gefrierenden Bodennebel auf der Süd Autobahn (A2) in Kärnten. Eine Massenkarambolage mit über 30 involvierten Fahrzeugen war die Folge. "Das Ausmaß solcher Massenunfälle wäre zu verhindern, wenn die Lenker ihre Fahrweise den Straßenverhältnissen anpassen. Bei Nebel und Außentemperaturen um Null Grad sollte bei jedem Fahrer die Alarmglocke läuten - es besteht höchste Glatteisgefahr", warnt Gerhard Blümel von der ÖAMTC-Fahrsicherheit. Eine Gefahr, die von vielen Autofahrern immer wieder unterschätzt wird - mit fatalen Folgen. "Um den gleichen Bremsweg wie bei optimalen Bedingungen zu erreichen, müsste man bei Glatteis die Fahrgeschwindigkeit um zwei Drittel verringern", sagt Blümel.

Wie man sich bei Glatteis richtig verhält, fasst der ÖAMTC-Experte zusammen:

  • Drei bis vier Sekunden Abstand zum Vordermann halten und langsam fahren.
  • Ruckartige Lenkbewegungen und Bremsmanöver unbedingt vermeiden.
  • Ruhig, rund und anti-aggressiv ist der bewährte Fahrstil auf Glatteis.
  • Überholmanöver bei glatter Fahrbahn meiden. Wenn überholt werden muss, dann nur besonders gefühlvoll und vorsichtig.
  • Ist mit Glatteis oder der Bildung von Glatteis aufgrund der Wetterlage zu rechnen: Nur wirklich notwendige Fahrten antreten und so viel Zeit wie möglich für den Weg einplanen.
  • Um Schleuderspiralen und folgenschwere Ausritte zu vermeiden, heißt das Motto auf eisiger Fahrbahn: Fuß weg vom Gas und vorausschauend fahren.

Das richtige Verhalten bei extremen Fahrverhältnissen kann man bei einem Fahrsicherheitskurs in einem der ÖAMTC-Fahrsicherheitszentren trainieren. "Hier bekommt man das Gefühl dafür, wie das Auto bei Glatteis auf verschiedene Aktionen wie Bremsen, Kuppeln oder Gas geben reagiert. Im Ernstfall kann einem dieses Wissen das Leben retten", so Blümel abschließend.

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