Plank: "Stoppt die Klimaerwärmung - Europas Pro-Kopf-Treibhausgas-Emissionen müssen auf ein Fünftel sinken!"

Wien (OTS) - Gegenwärtig ist die öffentliche Bereitschaft für ein Mehr an Klimaschutz so positiv wie noch nie. Dennoch beobachtet Josef Plank, Geschäftsführer des Österreichischen Biomasse-Verbandes, das politische Geschehen mit großer Skepsis: "Wenn man sich das Gezänke der einzelnen Staaten und Interessensvertreter rund um den Entwurf des Klimaschutzpaketes der Europäischen Kommission ansieht, kommen einem Zweifel, ob der Wille zum Klimaschutz tatsächlich auch in den Köpfen der Verantwortlichen angekommen ist."

Dabei drängt die Zeit. Eine konstruktive und effiziente Klimaschutzpolitik hieße in Wahrheit, dass in Westeuropa die jährlichen Pro-Kopf-Treibhausgas-Emissionen von den derzeitigen zehn Tonnen auf zunächst vier, längerfristig auf zwei Tonnen sinken müssen, wenn wir das sensible Klimasystem unseres Planeten nicht für alle künftigen Generationen zerstören wollen.

Plank zweifelt in keiner Weise daran, dass wir den Wandel vom klimaschädigenden fossil-atomaren Energiesystem zu einem erneuerbaren Energiesystem schaffen können. Wir werden jedoch mit höheren spezifischen Kosten für Energie rechnen müssen. "Diese höheren Kosten für klimafreundlich gewonnene Energie werden allerdings Effizienzsteigerungen im Energieeinsatz kompensieren", betont Plank. "Zusätzlich schaffen wir durch die Weiterentwicklung in der Energieversorgung Zigtausende regionale Arbeitsplätze und erreichen eine Unabhängigkeit von Energielieferanten aus Krisenregionen wie dem Nahen Osten".

Allein 1.200 ländliche Gemeinden in Österreich könnten beispielsweise bereits heute 7,5 Millionen Tonnen CO2 einsparen, wenn sie alle Maßnahmen zum Energiesparen bei Gebäuden, zu Sparsamkeit im Bereich Strom sowie zur Effizienzverbesserungen im Transportsektor vornehmen würden - gepaart mit dem Einsatz von Biomasseheizungen, Solaranlagen sowie dezentralen Biogasanlagen.

Die Kommunen könnten damit 80 Prozent ihres gesamten Energiebedarfes aus eigener Kraft dauerhaft sowie nachhaltig decken. Durch Investitionen in der Größe von rund 23 Milliarden Euro, verteilt auf 20 Jahre, entstünden 45.000 Dauerarbeitsplätze in den regionalen Wirtschaftsbetrieben bzw. in der Land- und Forstwirtschaft. Parallel würden die Energiekosten in diesen Gemeinden deutlich reduziert, was die regionale Kaufkraft um jährlich 1,6 Milliarden Euro anwachsen ließe.

Die Arbeit des Österreichischen Biomasse-Verbandes besteht zu einem großen Teil in der Aufbereitung des Themenbereiches "Klimaschutz und erneuerbare Energie". Zu diesem Zweck werden auch Informationsbroschüren zu den wichtigsten Bioenergie-Themen publiziert. Der im Rahmen der Filmpremiere vorgestellte Falter "Klima-Zukunft" stellt in plakativer Form die wesentlichen erdgeschichtlichen und klimatologischen Zusammenhänge der Klimaentwicklung dar. Er zeigt neben der Notwendigkeit einer Effizienzsteigerung in der Energienutzung und allen wichtigen Formen der erneuerbaren Energie mit dem Schwerpunkt Bioenergie besonders auch simple Maßnahmen auf, die jeder Einzelnen von uns im Sinne des Klimaschutzes ergreifen kann.

Die neue Broschüre wurde unter der fachlichen Betreuung von Prof. Helga Kromp-Kolb und dem Team des Österreichischen Biomasse-Verbandes erstellt und wird in einer Auflage von 250.000 Stück an alle Schulen, Bildungseinrichtungen und politischen Entscheidungsträger in Österreich verteilt.

Die Broschüre "Klima-Zukunft" ist darüber hinaus für alle Interessierten bequem im Internet unter www.biomasseverband.at gratis zu bestellen.

Unsere Erde - Der Film

Am 8. Februar 2008 startet "Unsere Erde - Der Film" in den österreichischen Kinos. Der Film setzt sich intensiv mit dem Klimawandel und seinen Auswirkungen auseinander. Die spektakuläre Naturdokumentation über das Wunder des Lebens und die atemberaubende Schönheit unserer Erde ist von höchster Aktualität. Regisseur Alastair Fothergill (Deep Blue) ist einer der Pioniere des modernen Naturfilmgenres und zeigt mit speziell für diesen Film entwickelten Aufnahmetechniken beeindruckende Luft- und Nahaufnahmen, faszinierende Landschaften und Tiere. Fothergill: "Würden wir diesen Film in zehn oder zwanzig Jahren drehen, könnten wir viele dieser außerordentlichen Bilder nicht mehr einfangen." Damit hat er wohl leider Recht.

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E-Mail: wallner@biomasseverband.at
Internet: www.biomasseverband.at

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