PatientInnenanwalt zum Schambeinsprung eines Psychiatriepatienten

PatientInnenanwalt hat nachweislich Hilfe angeboten

Wien (OTS) - Die Wiener Pflege- und PatientInnenanwaltschaft hat
im Dezember 2007 ein anonymes Schreiben erhalten, in dem ausdrücklich festgehalten war, dass die anonyme Mitteilung "ohne Wissen und Zustimmung des Patienten" erfolge. Der Patient dürfe daher namentlich nicht in den Medien erwähnt werden, es sei denn, er wünsche das. Das Vorbringen enthielt den Vorwurf, der Patient sei erst Wochen, nachdem er über Schmerzen beim Gehen geklagt habe, einer Röntgenuntersuchung unterzogen worden.

Die PatientInnenanwaltschaft hat das Schreiben dem Patienten mit dem Hinweis, eine mitgesendete Vollmacht auszufüllen und zu unterfertigen, wenn er Hilfestellung wolle, eigenhändig zugestellt und auch unter Anführung der Telefonnummer und des Namens des juristischen Referenten angeführt, bei Fragen gern zur Verfügung zu stehen. Der Wiener Pflege- und PatientInnenanwaltschaft liegt auch keinerlei Information darüber vor, dass der Patient nicht eigenberechtigt sei.

Hilfe in aller Regel nur mit PatientInneneinverständnis möglich

Auch einer Angehörigen des Patienten, die Ende Jänner und Anfang Februar 2008 angerufen hat, wurde Unterstützung zugesagt, falls es bei der Beschaffung von Befunden Probleme gebe. Am 4.2.2008 fragte dann ein Spitalsarzt an, ob eine auf die Angehörige ausgestellte Vollmacht aus dem Jahre 2002, die vorgezeigt worden sei, ausreiche, um Befunde aus dem Jahr 2007 auszuhändigen. PatientInnenanwalt Brustbauer: "Eine juristische Ferndiagnose bezüglich der Gültigkeit einer Vollmacht, die von mehreren Faktoren abhängen kann, ist nicht möglich gewesen, da der Arzt die Vollmacht nicht bei sich hatte und uns daher nicht auf kurzem Wege faxen konnte." Brustbauer empfiehlt daher PatientInnen, die Hilfe von der Wiener Pflege- und PatientInnenanwaltschaft wollen, dieser eine Vollmacht bzw. ihr Einverständnis zu erteilen, damit diese rasch und effizient helfen kann, denn: "Wenn wir das Einverständnis des Patienten nicht haben, obwohl ihm unser Hilfsangebot eigenhändig zugekommen ist, muss man wohl auch respektieren, dass ein Patient auf unser Angebot nicht zurückgreifen will." Von Amts wegen sofort einschreiten würde die PatientInnenanwaltschaft nur dann, wenn es sich um ein akut dringliches Problem mit Missstandsverdacht handle. Bei einem mehrere Monate zurückliegenden Vorfall sei es aber geboten, auf das nachweislich erbetene Einverständnis des Patienten zu warten, schließt Brustbauer. (Schluss) neu

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