Glawischnig: Keine österreichischen Spareinlagen für AKW Mochovce!

Grüne fordern Ausstieg der Erste Bank aus Finanzierung von Risiko-AKW

Wien (OTS) - Die Beteiligung der Slovenska Sporitelna AS, einer 100%-Tochter der Erste Bank in der Slowakei, an der Finanzierung des Baus des Atomkraftwerks Mochovce untergräbt die Glaubwürdigkeit der österreichischen Anti-Atompolitik und widerspricht dem Willen der Mehrheit der Österreichischen Bevölkerung", kritisiert Eva Glawischnig, stv. Bundessprecherin der Grünen. "Mit Spareinlagen österreichischer Bürgerinnen und Bürger ein gefährliches AKW finanzieren zu wollen ist ein Skandal, der sofort abgestellt gehört." Die Grünen fordern die Erste Bank auf, dafür zu sorgen, dass ihr slowakisches Tochterunternehmen sich aus dem Projekt zurückzieht. Die slowakische Kraftwerksgesellschaft Slovenské elektrárne (SE) hat eigenen Angaben zu Folge im Oktober 2007 mit einem internationalen Bankenkonsortium die Aufnahme eines Kredits in Höhe von 800 Mio. EUR vereinbart. Der Kredit soll die Realisierung von Energieprojekten mit einem Gesamtausmaß von 4,65 Milliarden Dollar bis 2013 unterstützen. Herzstück der Investitionsoffensive ist der Fertigbau der Blöcke 3 und 4 des slowakischen Risiko-AKW Mochovce, die 2013 in Betrieb gehen sollen. Angeführt wird das aus neun Finanzinstituten bestehende Konsortium ausgerechnet von der Slovenska Sporitelna AS, einer 100%-Tochter der Erste Bank in der Slowakei. Mit dem Fertigbau der beiden slowakischen AKW-Blöcke Mochovce 3 und 4 soll 2008 gestartet werden. Der italienische Energieversorger Enel will als neuer Eigentümer der SE die beiden völlig veralteten russischen Druckwasserreaktoren (Leistung je 420 MW) im Jahr 2013 in Betrieb nehmen. Nach Baubeginn Mitte der achtziger Jahre wurden die beiden Reaktoren 1991 aus Geldmangel halbfertig stehen gelassen. Experten bewerten das Sicherheitsniveau von Mochovce 3 und 4 - vor allem auf Grund der fehlenden Schutzhülle (kein Containment) - als inferior.

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