Gaßner: ÖVP lehnt Hilfe für Konsumenten und Bauern ab

Pröll muss Gründe für Preissteigerung darlegen - Wieso profitieren Bauern nicht?

Wien (SK) - "Das reflexartige 'Njet' auf Vorschläge, die mehr Gerechtigkeit im Agrarbereich bringen und auch den Konsumenten nützen, ist typisch für die ÖVP-Bauernbundvertreter der agrarischen Großindustrie", so SPÖ-Landwirtschaftssprecher Kurt Gaßner zu den heutigen Aussagen von ÖVP-Politikern. Die in den letzten Monaten rasant gestiegenen Lebensmittelpreise erfordern rasches Handeln, betonte Gaßner. Der SPÖ-Abgeordnete erwartet sich hier von Minister Pröll eine Erklärung, wer für die Preissteigerung verantwortlich ist und warum die heimischen Bauern trotz dieser gestiegenen Preise bei den Nahrungsmitteln nicht davon profitieren. ****

Es sei bedauerlich, dass die ÖVP nicht gewillt ist, den einkommensschwachen Haushalten mit einer Soforthilfe unter die Arme zu greifen und wirkungsvolle Maßnahmen gegen die Preislawine zu setzen, erklärte Gaßner gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "Hier zeigt sich wieder einmal, dass die ÖVP mit Verteilungsgerechtigkeit nichts am Hut hat. Das gilt vor allem auch für den Agrarbereich, wo die ÖVP die Existenz vieler tausender Landwirte mit ihrer völlig verfehlten Förderpolitik aufs Spiel setzt und zehntausende Landwirte in den letzten Jahren in den Ruin getrieben hat."

Zur Kritik von Wlodkowski und Grillitsch an den Vorschlägen der SPÖ betreffend Milchquoten verwies Gaßner darauf, dass in Deutschland seit dem starken Anziehen der Milchpreise die Produktion um zwei Prozent zugenommen habe. In Österreich stagniere die Produktion, weil mehr lieferwillige Bauern durch die Milchquotenregelung behindert werden, da sie entweder Überlieferungen mit Preisabschlägen tätigen müssen oder erst Milchquoten zu überhöhten Preisen kaufen müssen. Hier sollte daher das Landwirtschaftsministerium durch Sofortmaßnahmen Liefersteigerungen ermöglichen, so Gaßner. (Schluss) ps

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