Grillitsch: SPÖ versetzt österreichischen Milchbauern den Todesstoß

Bäuerinnen und Bauern nicht für Inflation verantwortlich

Wien (OTS) - "Die SPÖ startet mit ihrer geforderten Abschaffung
der Milchquoten einen Angriff auf die österreichischen Milchbauern, denn dies bedeutet in Wahrheit der heutige Vorschlag der SPÖ zur Inflationsbekämpfung im Bereich Lebensmittel", kritisiert Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch. "Kanzler Alfred Gusenbauer zeigt damit wieder mal sein wahres Gesicht und dass der SPÖ unsere bäuerlichen Familienbetriebe nichts wert sind. Der Vorschlag bedeutet nämlich einen Frontalangriff auf die heimischen Milchbäuerinnen und -bauern, vor allem in den Berg- und benachteiligten Gebieten. Außerdem ist dieser Vorstoß nicht gerade hilfreich für die laufenden Verhandlungen zum Health Check in Brüssel", betont Grillitsch.

"Eine vorzeitige Quotenabschaffung bedeutet das Aus für tausende Milchbauern - gerade in den strukturschwachen Regionen Österreichs", so der Bauernbundpräsident. Gusenbauer greife als Wiederholungstäter wieder einmal den Bauern in Tasche. Dem Marktbericht der Europäischen Kommission vom Dezember 2007 zufolge bedeute eine Milchquotenerhöhung um 1% ein Minus von 2% bei den Erzeugerpreisen.

Bauern sind keine Preistreiber

"Die Inflation ist ein ernst zu nehmendes Thema, das man nicht auf die leichte Schulter nehmen soll. Wir brauchen jetzt kluge und durchdachte Vorschläge und keine parteipolitisch motivierten Strafaktionen auf dem Rücken unserer bäuerlichen Familienbetriebe", stellt Grillitsch fest. Die heimische Land- und Forstwirtschaft sei nicht für die Preisanstiege bei Lebensmittel verantwortlich. "Selbst wenn der Weizen auf den internationalen Märkten um 83% steigt, bedeutet das eine Preissteigerung bei einer Semmel von nur 0,6 Cent. Das heißt, die Semmel kostet dann 29,6 statt 29 Cent", rechnet Grillitsch vor. Bei einer angenommenen Preissteigerung von Gerste im Jahr 2007 von 30% und einer Vervierfachung des Hopfenpreises würde sich der Kostenanteil der Rohstoffe Gerste und Hopfen an einer Flasche Bier aus dem Supermarkt gerade einmal um 1,4 Cent erhöhen. "Vor diesem Hintergrund die Bauern als Preistreiber hinzustellen, ist unzulässig und untergriffig", unterstreicht Grillitsch.

"Aufgrund der Preisexplosion bei Erdöl und Erdgas mussten die österreichischen Haushalte seit 2004 für Heizung, Warmwasser und Strom EUR 1.000,- mehr ausgeben. Geld, das nach Russland und Saudi-Arabien geflossen ist", stellt Grillitsch zu den anhaltenden Vorwürfen fest, agrarische Treibstoffe seien Schuld am Anstieg der Lebensmittelpreise. Tatsache sei auch, dass in der EU derzeit nur knapp 1,5% der Getreideernte zur Treibstoffproduktion herangezogen werden", weist der Bauernbundpräsident einmal mehr auf die eindeutigen Fakten hin.
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