NEWS-Interview: Gabi Burgstaller zur ÖVP: "Einmal ist die Geduld zu Ende."

Imagewerte des Bundeskanzlers "dringend verbesserungsbedürftig".

Wien (OTS) - Die Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller unterstützt den Strategiewechsel des Bundeskanzlers, der die ÖVP letzte Woche im NEWS-Interview erstmals frontal angegriffen hatte:
Mit der Geduld der SPÖ sei zu lange gespielt worden. Burgstaller kritisiert "die Blockadepolitik der ÖVP" scharf: "Das Streiten in der Öffentlichkeit ist unerträglich. Wenn die ÖVP die beste Oppositionspartei des Landes sein will, dann muss sie sich überlegen, ob es sinnvoll ist, in der Regierung zu sitzen. Irgendwann einmal ist die Geduld zu Ende. Dass man überall auch noch die zweite Backe hinhält, das ist auf Dauer nicht durchzuhalten."

Dass die Glaubwürdigkeit der SPÖ, seit sie in der Regierung ist, arg gelitten hat, erklärt sich Burgstaller einerseits mit der Erwartungshaltung nach sieben Jahren in Opposition, aber sie rät auch, bei heiklen Vorhaben "vorher sorgfältiger auf die genauen Auswirkungen zu schauen: bei den Pensionen und bei der 24-Stunden-Betreuung. Da sind Fehler passiert. Daraus ist eine sehr schlechte Stimmung entstanden."

Zu den schlechten Image-Werten des SPÖ-Kanzlers Alfred Gusenbauer räumt Burgstaller ein, dass es "nicht einfach ist für den Bundeskanzler. Ich will mich hier nicht auf Analysen einlassen, warum das so sein kann, wie es ist, aber es ist dringend verbesserungsbedürftig." Befindlichkeiten in der Politik solle man grundsätzlich im inneren Kreis diskutieren: "Wenn ich Kritik habe, äußere ich sie dort, wo sie hingehört, und auch wenn vielleicht manchmal der Reiz da ist, ordentlich auf den Tisch zu hauen, versuche ich, mich im Zaum zu halten."

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