Broukal: Alarmierende Hiobsbotschaften zu Medizin-Unis

Broukal fordert Aussprache im Wissenschaftsausschuss

Wien (SK) - "Die Hiobsbotschaften des Wissenschaftsrats machen den Handlungsbedarf bei den Medizin-Unis deutlich - hier ist Feuer am Dach", erklärte SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal am Mittwoch in Reaktion auf einen entsprechenden Bericht im "Standard". Der Bericht des Wissenschaftsrats bescheinigt den Med-Unis wörtlich ein "gravierendes Entwicklungshemmnis". Broukal fordert daher eine Aussprache im nächsten Wissenschaftsausschuss zu dem Thema:
"Mittelstraß soll uns diese Geheimstudie präsentieren, die er angefertigt aber nicht veröffentlicht hat. Im Wissenschaftsausschuss sollen außerdem die Rektoren und die Vertreter der drei Krankenhausträger an einen Tisch gebracht." ****

Geheimniskrämerei des Wissenschaftsrats ist inakzeptabel

Als "inakzeptabel" bezeichnete Josef Broukal die Tatsache, dass Studien des Wissenschaftsrats lediglich durch Indiskretionen aber "nicht durch den Rat selbst das Licht der Öffentlichkeit erblicken". "In den letzten Jahren ist der Wissenschaftsrat immer als Offizialverteidiger der schwarz-blauen Wissenschaftspolitik aufgetreten, anstatt langfristige Perspektiven für die Unis zu entwickeln. Jetzt tritt er als Geheimniskrämer-Verein auf - das muss sich ändern", erklärte der SPÖ-Wissenschaftssprecher. Das Universitätsgesetz 2002 verpflichtet den Wissenschaftsrat zur Veröffentlichung von Beschlüssen, Stellungnahmen und Empfehlungen (§119 Abs.3). "Das ist ein einigermaßen merkwürdiger Umgang mit den Gesetzen. Im Rahmen einer Reform des Universitätsgesetzes werden wir die Rolle des Wissenschaftsrates, insbesondere eine engere Zusammenarbeit mit dem Nationalrat diskutieren müssen", so Broukal abschließend. (Schluss)

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