Grüne Wien starten Lärmstopp-Kampagne

Maresch: "Wien muss leiser werden"

Wien (OTS) - Die Grünen Wien starten eine Lärmstopp-Kampagne. 44 Prozent der WienerInnen fühlen sich durch Lärm belastet und gestört, 25 Prozent sogar stark belastet und gestört. 17 Prozent der Wiener Bevölkerung sind einem Lärmpegel ausgesetzt, der auf Dauer das Herzinfarktrisiko um 30 Prozent erhöht. An über 95 Prozent der Wiener Hauptstraßen liegt die Lärmbelastung über den geltenden Grenzwerten.

Hauptverursacher von Lärm ist der Verkehr, insbesondere der Straßenverkehr. Lärm entsteht beim Straßenverkehr in erster Linie durch Roll- und Motorengeräusche. "Lärmschutz-Maßnahmen müssen daher vorrangig beim verkehrsbedingten Lärm ansetzen", so der Umweltsprecher der Grünen Wien, Rüdiger Maresch. Er fordert die Kennzeichung und Förderung lärmarmer Reifen, die Aufbringung lärmarmer Fahrbahnbeläge, die Absenkung des Antriebsgeräusches bei LKW durch Neudefinition von "lärmarmen LKW" sowie die Einführung von Kunststoff-Bremsklötzen bei Güterzügen. Nachgeschaltene Maßnahmen wie der Einbau von Schallschutzfenstern und die Errichtung von Lärmschutzwänden sind sicherlich oft notwendig und sinnvoll, können aber nicht als tatsächliche Problemlösung angesehen werden.

"Auch auf gesetzlicher Ebene muss einiges passieren", so Maresch. "Im Umgebungslärmschutzgesetz besteht derzeit kein Recht für Betroffene, Lärmschutzmaßnahmen auch tatsächlich erzwingen zu können." Es fehlen verbindliche Grenzwerte, bei denen eine zwingende Sanierungsverpflichtung besteht. Die festgeschriebenen Schwellenwerte, die bei Überschreitung lediglich eine Aktionsplanung auslösen, sind zu hoch festgelegt und orientieren sich nicht an gesundheitlich orientierten Vorsorgewerten.

Die Grünen Wien haben eine Lärmstopp-Webseite eingerichtet: Unter http://wien.gruene.at/laermstopp gibt es eine Meldestelle, wo WienerInnen angeben können wo und wann sie von Lärm belästigt werden. Die Grünen Wien werden bei den gemeldeten "Lärm-Hot-Spots" auch eigene Messungen durchführen. Alle Daten werden ausgewertet und die Ergebnisse vor dem Sommer präsentiert.

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