AK: Wenigverdiener brauchen schnelle Maßnahmen gegen Preisexplosion

Familien in der Armutsfalle. Abhilfe muss nicht viel kosten

Wien (OTS) - Schnelle und wirksame Maßnahmen gegen die Preisexplosion fordert AK-Wirtschaftsexpertin Maria Kubitschek. "Das sind zum großen Teil Maßnahmen, die nicht viele Steuergelder kosten. Sie würden aber gerade den Wenigverdienern, die von der enormen Kostenexplosion bei Energie, Lebensmittel und Wohnen besonders betroffen sind, dauerhaft helfen. "Etwa ein Viertel aller österreichischen Einkommensbezieher, muss jeden Cent zweimal umdrehen und kommt dennoch auf keinen grünen Zweig." Deshalb sei das am Montag vorgestellte "Maßnahmepaket" der SPÖ gegen die Preissteigerungen ein "Schritt in die richtige Richtung". Denn es ginge dabei "um weit mehr als um 100 Euro Soforthilfe", so Kubitschek.

Nach Modellrechnungen der AK haben gerade Familien im unteren Einkomensviertel schon seit Jahren besonders hart unter Preissteigerungen zu leiden: So kann eine vierköpfige Modell-Familie mit einem Nettoeinkommen von rund 2.161 Euro im Monat mit ihrem Geld kaum auskommen. "Familien im unteren Einkommensbereich droht die Verschuldungsspirale", so Kubitschek. "Deshalb muss bald etwas geschehen."

Etwa ein Viertel der österreichischen Arbeitnehmer verdienen im sogenannten "Unteren Einkommensbereich. Sie müssen schon seit Jahren scharf rechnen und kommen dennoch nicht auf einen Grünen Zweig. Dramatisch würde es, wenn dann noch ein durch Krankheit oder Arbeitslosigkeit ein Einkommen wegfiele. "Dann droht der freie Fall in die Armut", warnt die AK-Expertin.

Eine Hilfe von 100 Euro für die Einkommensschwächsten würde rund 1,2 Millionen Haushalte entlasten. "Für diese Menschen wäre das ein spürbarer Ausgleich der enormen Teuerungen für die nächsten drei Monate", so Kubitschek. Das aber dürfe nur der Anfang sein. Langfristig könne nur mit entschiedenen Gesetzesintitiativen gegen die Preisexplosion etwas getan werden. Und gerade diese Initiativen würden dem Land eher Kosten ersparen, als neue Kosten schaffen.

Deshalb fordert die AK entsprechende Maßnahmen:
Weg mit der Förderung von Biosprit, Maßnahmen im Bereich der Wettbewerbspolitik, Mietobergrenzen, die Reduzierung von Maklergebühren, Transparenzmaßnahmen bei den Energiekosten.

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