GLOBAL 2000: Erste Bank will atomares Risiko an Österreichs Grenze finanzieren!

GLOBAL 2000 kündigt weitere Proteste an.

Wien (OTS) - Die Erste Bank hält an der Finanzierung für die hochriskanten Atompläne in der Slowakei fest. GLOBAL 2000 und andere Anti-Atom-Organisationen hatten nach Protestaktionen und Gesprächen mit führenden BankvertreterInnen der Ersten Bank zwei Wochen Zeit eingeräumt, um aus der Finanzierung auszusteigen. "Wir fordern ganz klar den Ausstieg aus dieser Finanzierung und werden weitere Protestaktionen abhalten," sagt Silva Herrmann, Anti-Atom-Sprecherin der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 anlässlich der heutigen Protestaktionen in Linz und Wien. "Wir werden auch die Kunden der Bank aufklären, wie ihr Geld von der Ersten Bank droht eingesetzt zu werden. Wir sind überzeugt, dass die Österreicher das so nicht wollen!" GLOBAL 2000 fordert ein klares öffentliches "Nein" von der Bank zur Finanzierung des Risiko-AKW.

Dem Betreiber des AKW Mochovce (Enel/SE) war es im Herbst gelungen, einen revolvierenden Kredit für seine künftige Investitionspolitik zu bekommen. Dieser wird von einem Bankenkonsortium gewährt, an dem bis zum jetzigen Ausstieg auch die 100prozentige Tochter der Erste Bank in der Slowakei (Slovenská Sporitelna) beteiligt ist. Die vereinbarten 800 Millionen Euro könnten 2008 abgeschöpft werden. Die Investitionspolitik des slowakischen Energieversorgers konzentriert sich auf die Fertigstellung zweier weiterer Reaktoren in Mochovce, sowie die Leistungserhöhungen der Atomkraftwerke Mochovce und Bohunice.

"Der Ausbau des AKW Mochovce würde das atomare Risiko für Österreich dramatisch erhöhen", warnt Herrmann. Bei Mochovce 3 und 4 handelt es sich um ein Atomkraftwerk, das basierend auf Sicherheitsstandards von 1974 in der Sowjetunion geplant wurde. Aufgrund von erheblichen finanziellen Schwierigkeiten, Sicherheitsbedenken und internationalen Protesten wurde der Bau gestoppt. Auf der bereits bestehenden Bausubstanz soll nun aufgebaut werden. Diese macht größere sicherheitsrelevante Modernisierungen unmöglich: Es ist kein Platz vorhanden, um Rohrleitungen oder Kabel sicherer zu führen. Der Einbau eines Volldruckcontainments (Sicherheitshülle) ist nicht möglich, obwohl es seit den 70er Jahren in Westeuropa und USA als Standard gilt - vor allem auch als Schutz gegen externe Gefahren, wie etwa Flugzeugabstürze.

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