ÖGJ: Die erste Wohnung darf nicht zur Schuldenfalle werden

Mietzinsbegrenzungen wünschenswert. 500 Euro Startpaket für erste eigene Wohnung gefordert

Wien (ÖGJ/ÖGB) - "Die erste eigene Wohnung ist für viele Jugendlichen ein wichtiger Schritt in die Unabhängigkeit - ein Schritt, der allerdings mit immensen Kosten verbunden ist", sagt Jürgen Michlmayr, Vorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ): "Immer mehr Jugendliche müssen Kredite aufnehmen, um sich eine Wohnung leisten zu können. Die Pläne von Justizministerin Maria Berger, die Mieten zu begrenzen sowie Betriebskosten und Maklergebühren zu senken, können wesentlich dazu beitragen, dass die erste Wohnung nicht zur Schuldenfalle wird."++++

Seit 2000 sind die Mieten massiv angestiegen. "Gerade junge Menschen, die wenig verdienen, müssen oft die Hälfte ihres Einkommens für die Miete ausgeben. Da sind Nebenkosten wie die Heizung noch gar nicht eingerechnet", sagt Michlmayr.

Die von Justizministerin Maria Berger vorgeschlagenen Maßnahmen zur Senkung der Wohnungskosten sieht die Gewerkschaftsjugend positiv:
"Vor allem die Maßnahmen für niedrigere Betriebskosten sowie die Beschränkung der Mietzuschläge sind wichtig, weil sie die Mietkosten dauerhaft senken und nicht nur einmalig etwas bringen", sagt Michlmayr.

Die ÖGJ fordert zusätzlich ein finanzielles Startpaket für die erste Wohnung. Jede Gemeinde soll deshalb einen 500-Euro-Scheck an junge Menschen ausstellen, die zum ersten Mal ihren Hauptwohnsitz in einer eigenen Mietwohnung anmelden. Die Wohnbauwirtschaft sollte die Bedürfnisse junger Menschen schon in der Planungsphase berücksichtigen: "Mehr kleine und billige Einheiten müssen gebaut werden", fordert Michlmayr.(fk)

ÖGB, 6. Februar 2008 Nr. 56

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