Ludwig: "Werden unsere Gemeindebauten nicht verkaufen!"

Wiens Wohnbaustadtrat bei Podiumsdiskussion "Wohnen in Wien" der Wiener SPÖ-Bildung

Wien (SPW) - Michael Ludwig ist nun seit einem Jahr Stadtrat für Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung. Im Gespräch mit dem Direktor des Architekturzentrums Dietmar Steiner zog er am Dienstagabend im Wiener SPÖ-Bildungszentrum Bilanz über seine Arbeit im vergangenen Jahr und sprach über die Bedeutung des Faktors Wohnen für die Lebensqualität einer Stadt: " Qualitativ hochwertigen und zugleich leistbaren Wohnraum zu schaffen ist in einer attraktiven Millionenstadt wie Wien eine große Herausforderung. Aber wir sind auf dem richtigen Weg, und das ist vor allem das Ergebnis einer jahrzehntelangen sozialdemokratischen Tradition." Moderiert wurde der Abend von Roland Löffler, die Begrüßung erfolgte durch den Vorsitzenden der Wiener Bildung, Gemeindrat Ernst Woller. ****

"Das Budget für die Wohnbauförderung wird in Wien fast ausschließlich im Bereich Wohnen eingesetzt. Das ist in anderen Bundesländern nicht selbstverständlich", stellte der Wohnbaustadtrat eingangs klar. Wiens Wohnbauförderung deckt dabei drei große Bereiche ab: Den Neubau, die Sanierung und die Individualförderung, sprich Wohnbeihilfe. Hier verfolge die Stadt Wien die "Strategie der gemischten Ausgabenstruktur" mit dem Ziel, die drei Bereiche ausgeglichen zu fördern, erklärte Ludwig. Die immer wieder geäußerte Kritik an dieser Strategie, vor allem an der Struktur der Individualförderung, mache deutlich, dass Wohnen ein wichtiges politisches "Kampffeld" sei, so Ludwig: "Wir als Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten sollten hier unsere Werte gegenüber neoliberalen Kräften verteidigen. Wir in Wien werden unsere Gemeindebauten nicht verkaufen!" Auch Steiner äußerte sich positiv zu Wiens Wohnbauförderung: "Sie gewährleistet leistbares Wohnen innerhalb der Stadt, erlaubt die Durchmischung verschiedener Bevölkerungsgruppen und sorgt damit nachhaltig für sozialen Frieden. Andere europäische Städte blicken neidvoll auf Wiens Leistungen im Wohnbaubereich!"

In den nächsten Jahren soll die Wohnbauleistung um insgesamt 20.000 geförderte Wohneinheiten gesteigert werden. Der erhöhte Bedarf ist hauptsächlich auf drei Gründe zurückzuführen: Erstens ist erfreulicherweise nach längerer Zeit wieder ein Geburtenüberschuss in Wien zu verzeichnen. Zweitens kann auch in den kommenden Jahren mit verstärkter Zuwanderung in die Bundeshauptstadt gerechnet werden, allerdings vorrangig aus anderen EU-Staaten. Drittens steigt, nicht zuletzt aufgrund der erfolgreichen sozialdemokratischen Gesundheits-und Sozialpolitik, die Lebenserwartung kontinuierlich an. "Dieser veränderten Alterstruktur muss im sozialen Wohnbau Rechnung getragen werden. Das ist mir ein besonderes Anliegen!", betonte der Stadtrat. Man habe daher nun sowohl beim Neubau als auch bei den Sanierungen den Fokus verstärkt auf Barrierefreiheit gelegt, so Ludwig, damit ältere Menschen möglichst lange in ihren Wohnungen und in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können. Als weiteren Schwerpunkt definierte der Wohnbaustadtrat die Ökologisierung des Wohnbaus. Seit fast zehn Jahren wird in Wien bereits im Niedrigenergiestandard gebaut, nun sollen verstärkt Projekte mit Passivhausstandard, d.h. mit noch niedrigerem Energieverbrauch, forciert werden. Als Beispiel nannte Ludwig ein Bauvorhaben auf den Aspang-Gründen, wo die größte Passivhaussiedlung Europas entstehen soll. "Es geht mir als Wohnbaustadtrat vor allem auch darum, die Wohnzufriedenheit zu verbessern!", bekräftigte Ludwig abschließend.

Der Abend mit Michael Ludwig war der Auftakt zu einer Veranstaltungsreihe der Wiener SPÖ-Bildung, im Rahmen derer alle Mitglieder der Wiener Stadtregierung zur Diskussion ins Wiener SPÖ-Bildungszentrum geladen werden. Als nächste wird Vizebürgermeisterin Grete Laska am 28. Mai 2008 zum Thema "Freizeit und Sport in Wien" referieren. (Schluss) lk

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