Inflation abgelten: Plus 20% Familienbeihilfe

Frais: "Familien leiden doppelt unter Inflation und Entwertung der Familienbeihilfe"

Linz (OTS) - Der Kinderabsetzbetrag wurde ebenso wie der Basissatz der Familienbeihilfe seit Anfang 2000 nicht mehr erhöht. Der Verbraucherpreisindex (VPI 96) stieg seitdem von 103,2 auf 123 Punkte - insgesamt plus 19,2 Prozent. "Gerade die Kosten für Wohnen und Lebensmittel sind überproportional gewachsen, was viele Familien stark belastet. Familienministerin Kdolsky muss daher die Familien rasch und nachhaltig entlasten. Ein erster Schritt dazu ist der Ausgleich des Wertverlusts bei Geldleistungen wie der Familienbeihilfe und dem Kinderabsetzbetrag", so SP-Klubchef Frais. Der Oö. Landtag hat auf Initiative der SPÖ bereits am 4. Oktober 2007 eine Resolution für die Inflationsabgeltung für Familienleistungen einstimmig beschlossen.

"Es ist wichtig und richtig den sozial benachteiligten Menschen, die besonders unter der hohen Inflation leiden, rasch zu helfen. Weil sich die stark gestiegenen Lebensmittelpreise und die teuren Wohnkosten gerade auch bei Familien intensiv zu Buche schlagen, muss diesen ebenfalls geholfen werden. Allein im Jahr 2007 sind die Waren des täglichen Bedarfs um 5 Prozent teurer geworden. Hinzu kommt, dass die öffentliche Hand bei der Familienförderung in den Jahren seit 2000 enormen Nachholbedarf hat: Denn der Kinderabsetzbetrag und der Basissatz der Familienbeihilfe wurde seitdem nicht mehr erhöht. Dadurch ist es zu einer schleichenden Entwertung der Bundesfamilienleistungen gekommen, die sich angesichts der aktuell hohen Inflation doppelt auswirkt", kritisiert Frais.

Umgekehrt werden öffentliche Gebühren regelmäßig valorisiert. "Alles wird teurer, nur die öffentlichen Zuschüsse stagnieren. Kein Wunder, dass die Menschen darunter leiden. Finanzminister Molterer und Familienministerin Kdolsky sind dringend gefordert, die Versäumnisse von 6 Jahren Schwarz-Blau-Orange im Familienressort auszubessern. Eine 20-prozentige Anhebung der Familienbeihilfe würde etwa dem entsprechen, was diese elementare Leistung seit dem Jahr 2000 durch die Inflation an Wert verloren hat", argumentiert Frais. Familienleistungen sollen inflationssicher gemacht werden.

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SPÖ-Landtagsklub
Mag. Andreas Ortner

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