ÖVP Penzing beantragt Mahnmal zum Gedenkjahr

Kroiher: Zeichen gegen das Vergessen setzen

Wien (VP-Klub) - "Im Gedenkjahr 2008 muss sich auch Penzing seiner Verantwortung für die Verbrechen des Nationalsozialismus bewusst werden. Wir fordern die Errichtung eines Mahnmals im 14. Bezirk", so BezR Markus Kroiher. Ein entsprechender Antrag wird heute, Mittwoch, in der Penzinger Bezirksvertretungssitzung eingebracht.

"Vor 10 Jahren haben wir mit einer 24-stündigen Mahnwache die Errichtung eines Mahnmals für die von den Nazis brutal ermordeten ’Kinder vom Spiegelgrund’ durchgesetzt. Jetzt wollen wir an jene Opfer erinnern, die es nicht in die Schlagzeilen der Mainstream-Medien geschafft haben. Es geht nicht nur um Opfer wie den von der Gestapo in Penzing verhafteten Soziologen Paul Neurath oder Täter wie den Polizeioffizier Robert Dörfler, der mit Unterschriftenlisten Arisierungen forcierte. Es geht um jene, die es nicht in die Geschichtsbücher geschafft haben", so Kroiher.

Auch mutige Widerstandskämpfer in Penzing sollten gewürdigt werden, wie etwa jene, die in den letzten Tagen des Krieges SS-Barrikaden in Penzing gestürmt und damit bei der Befreiung Wiens geholfen haben und heute fast vergessen sind. "Mit unserer Idee eines Mahnmals soll ein sichtbares Zeichen gegen das Vergessen geschaffen werden", betont Kroiher.

Die Gestaltung und Aufstellung des Mahnmals soll nach Ausschreibung über die MA7 in einem Schülerwettbewerb entschieden werden. "Wir laden alle Fraktionen des Bezirksparlaments ein, mit uns ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen und das Gedenkjahr damit auch in Penzing würdig zu begehen", so Kroiher abschließend.

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