Lebensministerium mit Elektronischem Datenmanagement in der Umwelt- und Abfallwirtschaft auf der Fachmesse ITnT

Gesamtsystem zur Nutzung von Synergien in Verwaltung und Wirtschaft ist bereits mehrfach ausgezeichnetes Projekt - neue Schwerpunkte für 2008

Wien (OTS) - Das Lebensministerium präsentiert auf der heurigen Fachmesse für Informationstechnologie und Telekommunikation ITnT in Wien das bereits mehrfach ausgezeichnete Elektronische Datenmanagement in der Umwelt und Abfallwirtschaft (EDM). Mit diesem System werden - ausgehend von der Abfallwirtschaft - Registrierungs-und Meldepflichten aus dem Umweltbereich schrittweise auf elektronische Bearbeitung umgestellt. Dabei werden Synergien über mehrere Verwaltungsebenen und Wirtschaftsbereiche hinweg genutzt, anwenderfreundliche Abläufe geschaffen und transparenter gemacht sowie ein maximaler Datenschutz und mehr Bürgernähe erreicht. Dies teilte das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft mit.

Das EDM wird im Lebensministerium gemäß den Zielen der eGovernment-Strategie der Bundesregierung umgesetzt. Basis des EDM bildet ein zentrales Register von Anlagenstammdaten und zugehörigen Personendaten (Inhaber, Berechtigte). Neben Meldungen werden zukünftig auch Verwaltungsabläufe wie Erlaubnis- und Genehmigungsanträge elektronisch über die EDM-Register abgewickelt werden.

Aufbauend auf dem seit 2005 im Einsatz befindlichen Elektronischen Register für Anlagen- und Personenstammdaten (eRAS) wird in Zusammenarbeit mit anderen Ressorts und den Bundesländern die Basis für ein rechtsraumübergreifendes, zentrales Anlagenregister (ZAReg) geschaffen. Das Zentrale Anlagenregister soll elektronische Schnittstellen zu anderen eGOV-Registern wie z. B. Firmenbuch und Adressregister bieten und so die Doppelerfassung und -wartung von Stammdaten vermeiden helfen.

EDM bietet ein portalverbundfähiges Anwendungsportal mit single-sign-on zur Stammdatenverwaltung und mehreren Anwendungen. Meldungen werden online oder durch Hochladen von XML-Dateien bzw. die Nutzung von Webservices eingebracht. Das betrifft eElektroaltgeräte (Nachweis von Verwertungswegen), eBegleitschein (Übermittlung von Begleitscheindaten gemäß Abfallnachweisverordnung), eVerbringung (grenzüberschreitende Abfallbewegungen), eVerbrennung (Emissionserklärungen durch die Betreiber von Verbrennungsanlagen), eVerpackung (Meldeverpflichtungen gemäß der Verpackungs-verordnung) und ePRTR (Berichtspflichten zur Schadstofffreisetzung und -verbringung).

Schwerpunke für das Jahr 2008 sind die Umsetzung der Erfordernisse gemäß der neuen Deponieverordnung (Erfassung von Gutachtern, Deponieaufsichtsorganen, die elektronische Übermittlung von Gutachten). Weitere Neuerungen betreffen die Einbindung einer Web-GIS Anwendung für das Erfassen von Koordinaten und Umrisspolygonen von Anlagen sowie die Inbetriebnahme neuer Anwendungen für die Einbringung von Meldungen gemäß der Verpackungsverordnung und der Batterieverordnung. Erstmals werden auch Emissionsmeldungen von Verbrennungsanlagen und Dampfkesselanlagen über EDM abgewickelt. Dies teilte das Lebensministerium abschließend mit.

Stand: Messe Wien, Messehalle B, Messestand B0411,
5. bis 7. Februar 2008, täglich 9 - 18 Uhr.

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