Gaßner: ÖVP-Agrarpolitik bringt Bauern nichts und belastet Konsumenten

Pröll muss gegen Anstieg der Inflation aktiv werden und klären, wer für Preisanstieg verantwortlich ist

Wien (SK) - "Wir wollen, dass die vielen kleinen und mittleren Landwirte für ihre geleistete Arbeit gerecht entlohnt werden und den ihnen zustehenden Anteil am Förderkuchen bekommen", betonte SPÖ-Landwirtschaftssprecher Kurt Gaßner am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Hier hätten die ÖVP und ihre Agrarvertreter auf der ganzen Linie versagt, unter ÖVP-Ministern mussten in letzten Jahren pro Tag 13 Höfe zusperren, machte Gaßner deutlich. Daher habe die SPÖ auch Verständnis für die Anliegen der IG Milch. Denn die verfehlte Politik der ÖVP habe auch dazu geführt, dass die steigenden Lebensmittelpreise nur zu einem sehr geringen Anteil bei den bäuerlichen Erzeugern ankommen. ****

Der SPÖ-Agrarsprecher zog in dem Zusammenhang einen Vergleich der Milchpreise in Österreich und Deutschland heran. In Deutschland bekommen die Bauern durchschnittlich um einen Cent pro Liter Milch mehr als in Österreich. Gleichzeitig kostet ein Liter Milch in Deutschland um 20 Cent weniger als in Österreich. "Das heißt, die heimischen Bauern bekommen weniger, die Konsumenten zahlen mehr", so Gaßner. Die wesentlichen Profiteure seien der Lebensmitteleinzelhandel sowie Verarbeitungsbetriebsstrukturen.

Als weiteren Problembereich nannte der SPÖ-Abgeordnete die Verwendung von Lebensmitteln für die Herstellung agrarischer Treibstoffe. Dies habe einen enormen Preisanstieg von Pachten bei landwirtschaftlichen Grundstücken gebracht. Generell könne festgehalten werden, dass es ökonomisch, ökologisch und auch ethisch völlig widersinnig ist, wertvolle Nahrungsmittel zu vergären, um Treibstoff zu gewinnen. Denn die Folge sei eine deutliche Steigerung der Lebensmittelpreise, die vor allem in Österreich die Inflation gewaltig angeheizt habe, machte Gaßner deutlich. Hier sei Landwirtschaftsminister Pröll gefordert, endlich aktiv zu werden und die gesetzliche Beimischung von Agrartreibstoffen zu überdenken. Außerdem müsse Pröll klären, wer für die Preissteigerung verantwortlich ist (Schluss) ps

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