FP-Matiasek: Weibliche Genitalverstümmelung muss der Vergangenheit angehören

Unbedingte Aufklärung gerade bei muslimischen Frauen notwendig

Wien, 05.02.2008 (fpd) - Kulturelle, religiöse oder
gesundheitliche Vorwände dürfen als Rechtfertigung für weibliche Genitalverstümmelung auf keinen Fall akzeptiert werden Das Wort Tradition hat in einer derartig grauenhaften Handlung auf keinen Fall Platz, so die Frauensprecherin der FPÖ-Wien, LAbg. Veronika Matiasek anlässlich des morgigen internationalen Tages gegen die weibliche Genitalverstümmelung.

Da die Genitalverstümmelung in den Intimbereich und die Sexualität eingreift, fällt es betroffenen Frauen und Mädchen oft sehr schwer darüber zu sprechen und sich gegen dieses bestialische Vorgehen zu wehren. Die Frauen leiden ein Leben lang unter den Folgen. Auch wenn in Österreich die Durchführung eines derartigen Eingriffes als Körperverletzung gilt, gibt es immer wieder Fälle. Das Vorhaben, FGM künftig in die Mutter-Kind-Pass Untersuchung aufzunehmen ist daher, so Matiasek, ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Unter dem Vorwand, die Jungfräulichkeit zu schützen steckt der Wunsch, die Frau zu kontrollieren und sie in ihrer Freiheit einzuschränken und unterzuordnen. Es gibt keinerlei gesundheitlichen Bedarf für die Beschneidung sondern es ist eine reine Diskriminierung auf abscheulichstem Niveau, so Matiasek, die weiter meint, dass betroffene Frauen weiterhin unterstützt und bestärkt werden müssen. "Einem Großteil der Bevölkerung ist die Problematik der Verstümmelung und der damit verbundenen Lebensgefahr nicht einmal bewusst. Deshalb ist es notwendig, über diese grausamen Menschenrechtsverletzungen aufzuklären", meint Matiasek.

Es gibt keinerlei kulturelle oder religiöse Gründe dafür dass FGM (female genital mutilitation) auch nur annähernd akzeptiert werden kann oder darf. Auch den Männern muss ein für alle mal klar gemacht werden, dass ein derartiges Handeln eine gigantische Form von Gewalt ist und Genitalverstümmelung daher absolut inakzeptabel ist, so Matiasek abschließend. (Schluss) paw

Rückfragen & Kontakt:

Klub der Freiheitlichen
Pressestelle
Tel.: (01) 4000 / 81 798

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFW0006