Grüne Wien: Öffi-Unfälle als Folge von Sparmaßnahmen bei den Wiener Linien

Puller: "Öffentlicher Verkehr muss sicherer werden"

Wien (OTS) - "Seit einem halben Jahr häufen sich Unfälle bei den Wiener Linien drastisch, so dass man wirklich nicht mehr von unglücklichen Zufällen reden kann", meint Ingrid Puller, Straßenbahnfahrerin und Gemeinderätin der Grünen Wien. Puller sieht in den Unfällen die Auswirkungen der Sparmaßnahmen der Wiener Linien. Seit der Ausgliederung 1999 wird kontinuierlich der Rotstift angesetzt, vor allem beim Fahrpersonal und in den Werkstätten.

"Hier wird am falschen Platz gespart", so Puller. Fahrzeiten werden gekürzt, um auf der Strecke einen Zug oder Bus einsparen zu können, die Ausbildung der LenkerInnen oder FahrerInnen wurde gekürzt und die Übernahmezeiten (das sind die Zeiten, die das Fahrpersonal vor der ersten Ausfahrt benötigt, um das Fahrzeug zu überprüfen) sind um 10 Minuten seit 2004 geschrumpft.

Die Grünen Wien haben im letzten Gemeinderat einen Antrag gestellt, diese Übernahmezeiten zu verlängern, um mehr Sicherheit für die Fahrgäste zu erreichen. Dieser Antrag wurde von den Sozialdemokraten abgelehnt. "Die Stadt Wien hat sehr wohl Verantwortung als Eigentümer der Wiener Linien. Öffentlicher Verkehr darf nicht rein betriebswirtschaftlich geführt werden, denn die Folgen kann man schon fast wöchentlich in den Medien mitverfolgen", so Puller abschließend.

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