Wiener Seniorenbund: Gebühren in Wien ungebührlich erhöht

Korosec: Senioren verzweifeln an den Abgaben

Wien (OTS) - "Was sich die SPÖ-Stadtregierung in Wien in Sachen Gebührenerhöhung in den vergangenen Jahren geleistet hat, müsste Sozialminister Buchinger, der nun sozial schwachen Pensionisten gnadenhalber eine Einmalzahlung von 100 Euro gewähren möchte, eigentlich die Schamesröte ins Gesicht treiben", sagt die Vorsitzende des Wiener Seniorenbunds Ingrid Korosec.

In den Jahren 2001 bis 2007 hat die Stadt Wien die Gebühren vor allem in den die Senioren stark betreffenden bereichen Wohnen, Mobilität und auch Unterhaltung und Freizeit (ORF, Bäder) ungebührlich erhöht: Abwasser und Müll stiegen um 43%, das Parkpickerl um 28%, die U-Bahn-Jahreskarte um 19%, die Rundfunk-Länderabgabe um 34% und die Bäder-Jahreskarte um 41%.

Kein Wunder also, dass die Stadt Wien in der Pro-Kopf-Abgabenquote mit 339,5 Euro in Österreich an einsamer Spitze liegt. An zweiter Stelle Salzburg mit nur 271,3 Euro.

"Für die Stadt Wien hört sich die soziale Wärme offenbar beim Geld auf, meint Korosec. Eine Erhöhung des Heizkostenzuschusses von 100,-auf 175,- Euro habe die absolut regierende SPÖ in Wien jedenfalls abgelehnt.

Es könne nicht angehen, dass erst über ungerechtfertigte Gebührenerhöhungen hunderte Euro kassiert werden, und dann gnadenhalber einmalig 100,- Euro wieder "rückerstattet" werden. "Wer den Pensionisten nicht so viel wegnimmt, braucht ihnen auch Abgeltung anzubieten", betont Korosec.

Rückfragen & Kontakt:

Wiener Seniorenbund
Landesgeschäftsführer Thomas Hos
Tel.: 01/515 43 - 600

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SEN0001