Schnedl: Teuerung muss wirksam bekämpft werden!

Einmalzahlung von 100,- Euro ist Populismus und keine dauerhafte Lösung

Wien (OTS) - Die Preissteigerungen bei den täglichen Verbrauchsgütern sind deutlich höher als es die Inflationsrate widerspiegelt. Deshalb ist es dringend notwendig, den Warenkorb bei der Inflationsmessung anders, nämlich zu Gunsten der täglichen Verbrauchsgüter und Dienstleistungen zu gewichten.

"Die Inflationsmessung muss wieder näher an die Wirklichkeit ran! Die Teuerung bei den täglichen Verbrauchsgütern ist wesentlich höher, als die Statistik uns vorspiegelt. Bezieher von kleinen und mittleren Einkommen sind bereits an ihre Belastungsgrenze angelangt. Wir brauchen daher wirksame und dauerhafte Maßnahmen, um eine Entlastung zu erreichen und die Teuerung zu kompensieren", sagt der Chef der Christgewerkschafter, ÖGB-Vizepräsident Norbert Schnedl und kritisiert damit das Vorhaben der SPÖ mit einer Einmalzahlung Inflationsbekämpfung zu betreiben.

"Zwei Maßnahmen sind unverzüglich umzusetzen: Erstens muss eine Steuerreform zur deutlichen Entlastung von kleinen und mittleren Einkommen bereits 2009 umgesetzt werden. Und zweitens muss sichergestellt werden, dass jemand, der 40 Stunden in der Woche arbeitet, mit dem Lohn das Auslangen finden kann. Wir brauchen daher einen höheren Mindestlohn!", so Schnedl weiter.

Einmalzahlungen seien kein geeignetes Mittel zur Inflationsbekämpfung, da die Inflation strukturell - jedes Monat -wirke, die Einmalzahlung aber relativ schnell verpuffe. Schnedl fordert eine neue Gerechtigkeit in der Lohnpolitik ein: "Die Mindestlohndebatte muss vor dem Hintergrund stark steigender Preise neu geführt werden. Wir müssen einen Mindestlohn von 150% des Ausgleichszulagenrichtsatzes, das ist derzeit 1.121,- Euro, so rasch wie möglich umsetzen!"

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