Neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" - Kommentar: Afrika - und der richtige Augenblick (von Gabi Russwurm)

Ausgabe 5. Februar 2008

Klagenfurt (OTS) - Der Tschad ist Drehscheibe in Afrika und seit Jahrzehnten Unruhegebiet. Davon können vor allem die Franzosen ein Lied singen. Die glücklose Historie des afrikanischen Staates wurde von den Ex-Kolonialherren bedeutend bestimmt. Diesmal drängten die Franzosen die EU zu einem Einsatz und beobachteten lange die Rebellen.
Frankreich hat viel Überzeugungskraft aufgewendet, um 14 EU-Länder für den "humanitären" Einsatz zu gewinnen. Es scheint, als hätten die Rebellen genau auf dieses Zögern der EU gewartet und fallen der EUFOR jetzt mit ihrem Sturm auf N´Djamena in den Rücken. Erfolgreich: Die Entsendung weiterer Truppen wurde gestoppt, die EUFOR-Einsätze in Frage gestellt. Das österreichische Vorauskommando und Darabos hatten einfach Pech! Kaum da, schon mitten im Desaster ... Um eine weltweite Blamage abzuwenden, bleibt der EU (und mit ihr Österreich) nicht viel übrig als zu bleiben, denn den eigentlichen Schutz brauchen die doch Hunderttausenden von Flüchtlingen, oder?

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