"KURIER"-Kommentar von Christoph Kotanko: "Preistreiber Staat"

SPÖ und ÖVP haben sehr wohl Möglichkeiten, die Teuerung zu bekämpfen.

Wien (OTS) - Der klassische Pianist Alfred Brendel hat einmal gesagt, sein Ziel sei es nicht, "fehlerfrei" zu spielen, sondern "stimmig". In diesem Sinn versucht sich die SPÖ derzeit auf der Klaviatur der Innenpolitik.
Sie hat richtig erkannt, dass die hohe Inflation ihr Stammpublikum trifft: Die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft, die ihr geringes Einkommen fast ganz für den täglichen Bedarf ausgeben müssen.
Mit dem Gusi-Hunderter (wenn er von der Regierung beschlossen wird) ist das Problem nicht erledigt. Die Teuerung ist großteils nicht hausgemacht. Weltweit sind Agrarprodukte und Rohöl viel teurer geworden, das treibt die Kosten für Nahrung, Heizen, Treibstoff in die Höhe. Gegen den Weltmarkt ist wenig zu machen. Ein weiterer Preistreiber kommt in der aktuellen Diskussion fast ungeschoren weg: Die öffentliche Hand greift den Bürgern mächtig ins Börsel. Die Gemeinden kassieren immer mehr für Strom, Gas, Müllabfuhr, Abwässer, Parken, Öffis. Auch der Bund trägt durch steigende Gebühren zu höheren Lebenshaltungskosten bei. Die Senkung

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