Hilfswerk-Präsident Strasser zur 24-Stunden-Betreuung: "Praktikabler Ansatz, der Rechtssicherheit schafft"

"Offene Fragen klären, Kompetenzen sinnvoll aufeinander abstimmen!"

St. Pölten (OTS) - "Ein praktikabler Ansatz, der die notwendige Rechtssicherheit für die Familien, aber auch für die betroffenen Personenbetreuerinnen schafft", begrüßt NÖ Hilfswerk-Präsident Dr. Ernst Strasser die heute präsentierte Erweiterung der Befugnisse in der 24-Stunden-Betreuung. Gleichzeitig weist er auf wesentliche offene Fragen hin, die das Modell aufwirft: "Man muss sich die Kompetenzen von Personenbetreuerinnen im Kontext aller anderen Berufsgruppen im Pflege- und Betreuungsbereich genau ansehen. Es ist zu klären, dass ein Personenbetreuer nicht mehr Kompetenzen erhält als eine ausgebildete Heimhelferin oder gar eine diplomierte Krankenschwester und diese qualifizierten Berufe dadurch in Frage gestellt werden. Verantwortlichkeiten und Aufgaben müssen geklärt und sinnvoll aufeinander abgestimmt werden - denn Pflege ist und bleibt ein hochprofessioneller und verantwortungsvoller Beruf und umfasst weit mehr als die Durchführung von Betreuungstätigkeiten!" so Strasser.

Positiv wertet Strasser auch das nun folgende Begutachtungsverfahren, in dem Praktiker wie das Hilfswerk ihre Erfahrungen einbringen können. "Wesentlich sind für uns Fragen wie die Haftung für Pflegefehler, die Möglichkeiten zur Qualitätssicherung und die Ausweitung auf alle Pflegebereiche, wie etwa Krankenhaus und Pflegeheim. Im Sinne der pflegebedürftigen Menschen und ihrer Familien werden wir gerne daran mitarbeiten, eine bedarfsgerechte Lösung für alle Beteiligten zu finden", so Strasser.

Das Hilfswerk als größter mobiler Träger Österreichs bietet seit November selbst die Vermittlung von 24-Stunden-Betreuung durch selbstständige Kräfte an. Die Personenbetreuer übernehmen - den derzeitigen Gesetzen entsprechend - Arbeiten im Haushalt, helfen beim Ankleiden, Wäsche waschen und kochen und leisten älteren Menschen Gesellschaft, das Hilfswerk sorgt durch fachliche Begleitung und regelmäßige Besuche durch Fachkräfte für die Qualitätssicherung. In ganz Österreich sind derzeit 100 Personenbetreuer im Einsatz, allein in Niederösterreich sind es 60. Darüber hinaus betreut das NÖ Hilfswerk 8.000 Menschen in den eigenen vier Wänden durch Hauskrankenpflege und Heimhilfe.

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