Kalina: Wie viel buttern die niederösterreichischen Milchkäufer Prölls Wahlkampf?

Wien (SK) - "In einer Broschüre zur Fußball-Europameisterschaft findet man auf der teuersten Seite ein Inserat, auf dem man sieht, dass die niederösterreichischen Milchkäufer den Wahlkampf des Erwin Pröll mitfinanzieren", so SPÖ-Bundesgeschäftsführer Josef Kalina am Montag nach dem SPÖ-Bundesparteipräsidium zur Annonce einer niederösterreichischen Molkereigenossenschaft, die in einer Reihe von Medien erschienen ist und auf der Erwin Pröll eine Plattform geboten wird. In diesem Zusammenhang stellen sich Kalina einige Fragen: "Wie viel buttern die Niederösterreicher eigentlich in diese Kampagne? Und: Zahlt die niederösterreichische ÖVP auch etwas dazu, oder müssen die niederösterreichischen Konsumenten, den Kakao, durch den sie da gezogen werden, ganz alleine trinken?". Seine Schlussfolgerung ist eindeutig: "Die Konsumenten finanzieren mit dem Betrag, den sie an der Supermarktkassa entrichten, den Wahlkampf des niederösterreichischen Landeshauptmanns". ****

"Wenn Landeshauptmann Pröll meint, dass die Maßnahmen die die SPÖ gegen die Preissteigerungen, an denen offensichtlich auch die Genossenschaften einen kräftigen Anteil haben, nur zwei Tankfüllungen wert sind, dann muss ich ihm entgegenhalten, dass sich viele tausend Kleinverdiener in Niederösterreich ein ganzes Jahr den Tank anfüllen könnten, wenn man sich ansieht, was allein die Milchinserate zu Gunsten des Landeshauptmanns Pröll kosten", bezog sich der SPÖ-Bundesgeschäftsführer auf eine Aussage des niederösterreichischen Landeshauptmanns, in der dieser die geplante Inflationsentschädigung für Bezieher kleiner Pensionen und Einkommen herabgewürdigt hatte.

Kalina hofft daher, dass "Erwin Pröll dieses Problem mit seinem Verwandten, Minister Josef Pröll rasch diskutieren wird". Er gibt den beiden ein Sprichwort mit auf den Weg: "Wer so viel Butter am Kopf hat wie Erwin Pröll, der soll aus dem Glashaus, in dem er sitzt, nicht mit Steinen werfen, sondern soziale Kompetenz zeigen und nach gemeinsamen Beratungen trachten, wie wir dieser Gruppe der von der Inflation Betroffenen am besten helfen können".

"Ich hoffe, dass die ÖVP bald mit ihrer Politik der Tatenlosigkeit in der Inflationsbekämpfung Schluss macht", richtete der SPÖ-Bundesgeschäftsführer einen Appell an den Koalitionspartner. Als eine der Hauptursachen für den Inflationsanstieg, "unter dem sehr viele Menschen leiden", nannte Kalina "unerklärliche Kostenexlosionen im Bereich der Grundnahrungsmittel". Und weiter: "Was mir in diesem Zusammenhang auffällt, ist die völlige Absenz der zuständigen Minister - von Landwirtschaftsminister Pröll habe ich beispielsweise noch gar nichts dazu gehört". Darüber zeigte sich Kalina verwundert, haben doch "die Bauern trotz dieser steigenden Preise bei den Nahrungsmitteln nicht davon profitiert".

Der SPÖ-Bundesgeschäftsführer untermauerte seine Argumentation mit Zahlen und kam wieder auf den exorbitant hohen Milchpreis zurück:
"Während die deutschen Bauern 2006 noch weniger für die Milch bekommen haben als die österreichischen, wendete sich die Situation im Jahr 2007 zu Gunsten der deutschen Bauern. Entgegengesetzt war die Entwicklung bei den Verbraucherpreisen, wo die österreichischen Konsumenten um 20 Cent mehr an der Supermarktkasse für einen Liter Milch aufwenden müssen als die deutschen". Kalina interpretierte diese Zahlen ganz eindeutig: "Die Bauern bekommen weniger, die Konsumenten zahlen mehr". (Schluss) re

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