Khol: Österreichs Senioren begrüßen Ausweitung der Pflegekompetenzen von Betreuungskräften

Bedeutender Schritt im Interesse von zehntausenden betroffenen pflege- und betreuungsbedürftigen Menschen

Wien (OTS) - Der heute von Gesundheitsministerin Dr. Andrea
Kdolsky und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein präsentierte Gesetzesentwurf zur Ausweitung der Rechte der Befugnisse der Personenbetreuer bewertet der Präsident des Österreichischen Seniorenrates und Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes Dr. Andreas Khol äußerst positiv: "Ein wichtiger Schritt in die von uns geforderte Richtung, damit im Rahmen der 24-Stunden Betreuung legal Nahrung gereicht, Körperpflege durchgeführt und auch Medikamente verabreicht werden können".

Für Khol wird damit die Forderung des Österreichischen Seniorenbundes, dass - insbesondere selbstständige - Betreuungskräfte das tun dürfen, was Familienangehörige auch tun dürfen, erfüllt. Neben der Unterstützung bei der Nahrungs-, Arzneimittel- und Flüssigkeitsaufnahme sowie bei der Köperpflege können unter bestimmten Voraussetzungen auch Arzneimittel verabreicht und sogar Insulininjektionen gesetzt werden. Letzteres kann z.B. nur durch ärztliche Anordnung, entweder direkt an die Betreuungskraft oder mittelbar über die diplomierte Pflegekraft, erfolgen. Khol begrüßt in diesem Zusammenhang die zentrale Rolle des Arztes, der einen wichtigen Beitrag dazu leistet, die entsprechende Qualifikation seitens der Betreuungskräfte sicherzustellen.

Für diesen prinzipiell gelungenen Gesetzesentwurf besteht noch in einzelnen Punkten Klärungsbedarf, so z.B. in der Frage der Haftung der Betreuungskräfte.

Khol abschließend: "Diese wichtige Neuregelung soll Anfang April 2008 in Kraft treten und wird somit Rechtssicherheit und Praktikabilität der 24-Stunden Betreuung schaffen".

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