Teuerungsdebatte - SP-Ekkamp: Hinkender Vergleich von VP-Walter

Jüngste Tarifanpassung der Wiener Linien unter fünfjähriger Kostensteigerungsrate für das Unternehmen - Leistungen für Kunden massiv ausgebaut

Wien (SPW-K) - "Die Wiener Linien benötigen für den Betrieb ihrer Fahrzeuge aus Kraftwerken gewonnenen Strom bzw. Gastreibstoff. Beide Energiearten beruhen zu einem wesentlichen Teil auf den Primärenergieträgern Erdöl bzw. Erdgas. Deren Einstandpreise sind in den letzten Jahren enorm gestiegen. Darauf, aber auch auf den gerechtfertigten Lohnerhöhungen für die MitarbeiterInnen, sowie auf gestiegene Beschaffungskosten für neue Fahrzeuge usw., ist die durchschnittliche Tarifanpassung des Verkehrsunternehmens am 1. Juni des vergangenen Jahres um durchschnittlich 9,9 Prozent zurückzuführen. Davor wurden die Fahrpreise fünf Jahre nicht angehoben. Die letzte Tarifanpassung lag damit sogar unter der allgemeinen Kostensteigerungsrate für die Wiener Linien während dieser Zeitspanne. Der Vergleich und die Kritik von VP-Stadtrat Walter an dem Verkehrsunternehmen entbehren daher einmal mehr jeder sachlichen Grundlage und sind hinkend", stellte Montag der Vorsitzende des Unterausschusses Wiener Stadtwerke des Wiener Gemeinderates, Franz Ekkamp, in einer Replik zu den Ausführungen des VP-Politikers fest.

"Den gestiegenen Einnahmen der Wiener Linien aus der jüngsten Tariferhöhung stehen nachvollziehbare, umfassende Aufwendungen für Investitionen - Ausbau des U-Bahnnetzes, Beschaffung neuer U-Bahn-und Straßenbahngarnituren und neue Busse - aber auch eine Ausweitung des Informationssystems für Kunden gegenüber", führte Ekkamp weiter aus. Weder die Stadt noch das Unternehmen Wiener Linien hätten sich also, so der Gemeinderat, ein Körberlgeld gemacht. Ekkamp: "Ganz anders die Situation im Zusammenhang mit den exorbitant gestiegenen Preisen für Nahrungsmittel. Der binnen eines Jahres gestiegenen Zwiebelpreis von 29,2 Prozent, für Kartoffel um 15,5 Prozent, der Butter um 11,7 Prozent usw. hat keine Qualitätsverbesserungen oder zusätzliche Leistungen für die KonsumentInnen nach sich gezogen. Hier zocken Spekulanten, ausgelöst durch eine falsche Agrarpolitik, die Konsumenten ganz einfach brutal ab. Eine Folge der von der ÖVP heftig unterstützten neoliberalen Ellbogenpolitik. Kollege Walter wäre also gut beraten, zuerst vor der Tür der eigenen Wirtschaftsideologie zu kehren, bevor er ungerechtfertigte Schuldzuweisungen an andere vornimmt", schloss Ekkamp. (Schluss)

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