Grüne: Klinikmanager zu strafen ist keine Ursachenbekämpfung

Krismer: Personalchef LH Pröll muss Personalmangel beheben

St. Pölten (Grüne) - Nicht nur dass in den Spitälern der Landesklinikenholding mittels Betriebsvereinbarungen bis zu 72 Arbeitsstunden pro Woche möglich sind, auch die werden noch überschritten. Das geben ÄrztInnen an burn-out und Erschöpfung leidend immer offener zu. Seit dem Jahr 2003 hat das Arbeitsinspektorat 100 Überprüfungen vorgenommen, wobei bei den 20 mangelhaften Fällen keine Sanktionen ausgesprochen wurden. "Das Arbeitsinspektorat und die Länder (früher Gemeinden) behandeln Arbeitszeitüberschreitungen wie ein Kavaliersdelikt", hält die Grüne Gesundheitssprecherin LAbg. Dr. Helga Krismer die Gegebenheiten für fahrlässig. Aus einer Studie geht eindeutig hervor, dass ChirurgInnen nach der 13-ten Arbeitsstunde fehleranfälliger werden. "In Niederösterreich wird beim Personal gespart und dem Personal maximale Produktivität abverlangt. Und so wie auch andere Bundeländer gegen die EU-Arbeitszeitrichtlinie, die nicht mehr als 48 Arbeitsstunden vorsieht. So auch das Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz in Österreich, das aber mittels Betriebsvereinbarung Überschreitungen bis 72 Wochenstunden zuläßt. Es wird in Niederösterreich am falschen Platz gespart - beim Personal. Offene Stellen sind noch nicht nachbesetzt und ganze Abteilungen klagen bereits. "Ich verlange im Sinne der PatientInnensicherheit die Beseitigung zweier Risikofaktoren: zum einen müssen die mehr als 100 Stellen endlich nachbesetzt werden und es muss die Arbeitszeit mit 48 Arbeitsstunden bei gleichzeitiger Änderung des Gehaltsschemas eingehalten werden. Da sich der Landeshauptmann die Personalangelegenheiten nicht nehmen läßt, ist er der Verantwortliche und nicht die Klinikmanager. Die können nur im politischen Rahmen agieren", setzt LAbg. Krismer auf Ursachenbekämpfung.

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