Tschad: WESTENTHALER: Unsere Soldaten sofort nach Hause holen!

Darabos bricht nach Parteinahme Frankreichs das Neutralitätsgesetz

Wien 2008-02-04 (OTS) - Ein flammender Appell die österreichischen Soldaten aus dem Tschad zu retten, kam heute von BZÖ-Chef Klubobmann Peter Westenthaler im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit BZÖ-Generalsekretär Gerald Grosz. "Im Tschad überschlagen sich die Ereignisse, die Situation eskaliert immer mehr. Es ist Zeit unsere Soldaten nach Hause zu holen, Herr Verteidigungsminister Darabos! Das BZÖ verlangt vom Verteidigungsminister eine sofortige Rückholungsaktion zu starten", so Westenthaler, der sich fragt, ob Darabos überhaupt noch Herr der Lage ist, da immer genau das Gegenteil von dem eintrete was Darabos sagt. "Mit jeder Stunde wächst das Risiko für Darabos, dass Blut an seinen Händen klebt. Die Situation hat sich dramatisch zugespitzt. So ist aus deutschen Medien, wie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zu erfahren, dass das Nachbarhotel des Hotels Kempinski, wo die österreichischen Soldaten bis vor kurzem untergebracht waren, völlig verwüstet worden ist. Ebenfalls haben die Rebellen eine neue Großoffensive angekündigt -insgesamt eine höchst bedenkliche Situation", betont Westenthaler.

Der BZÖ-Chef kritisierte auch massiv die heutigen Behauptungen von Darabos, dass er weiter zur Mission stehe und die Kritik der Opposition ins Leere geht, weil sich Frankreich so überaus parteifrei verhalten hat. Frankreich, das die Führung der EUFOR Truppen über hat, deren Hauptquartier sich auch in Paris befindet, hat im genauen Gegensatz dazu heute angekündigt, bei einem internationalen Mandat auf Seiten der Regierung des Tschad in den Krieg aktiv eingreifen zu wollen. "Österreich ist ein neutrales Land. Jetzt wo Frankreich auch offiziell militärisch Partei ergreift, gibt es kein einziges Argument mehr für eine österreichische Beteiligung. Setzen Sie unsere Soldaten in ein Flugzeug, Herr Verteidigungsminister. Die Mission ist jetzt schon gescheitert, selbst in der EU wird dies mittlerweile erkannt und keine Soldaten mehr in den Tschad geschickt. Unser Vorkommando darf kein Kanonenfutter werden", so Westenthaler, der auch Kritik an der unbeirrbaren Haltung der militärischen Führung des Bundesheeres übte. "Am Donnerstag tagt zwar auf Antrag des BZÖ der Nationale Sicherheitsrat, aber bis dahin kann es schon zu spät sein. Darabos bricht das Neutralitätsgesetz - das BZÖ fordert die sofortige Beendigung des Kriegseinsatzes im Tschad", bekräftigt Westenthaler abschließend.

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