Österreichische Soldaten im Tschad zum Flughafen verlegt

Darabos verschiebt geplante New York Reise

Wien (BMLV) - Die 15 österreichischen Soldaten in der tschadischen Hauptstadt N’Djamena wurden am heutigen Vormittag erfolgreich und ohne Zwischenfälle vom Hotel Kempinski in das Camp Cossei beim Flughafen verlegt, wo zwischenzeitlich alle internationalen EUFOR-Kräfte aus Irland, Schweden und Frankreich zusammengefasst.

Verteidigungsminister Darabos, der in ständigem Kontakt mit dem Kommandanten der österreichischen Kontingents im Tschad, Oberst Heinz Assmann, steht, erklärt, dass sich die österreichischen Soldaten weiterhin in Sicherheit befinden: "Es besteht nach wie vor keine direkte Gefährdung unserer Soldaten. Darum werden sie auch weiterhin im Tschad bleiben. Ein Rückzug der EUFOR-Soldaten zum jetzigen Zeitpunkt wäre das falsche Signal der internationalen Gemeinschaft in Hinblick auf den eigentlichen Auftrag: Der Schutz und die Hilfe für die Flüchtlinge im Osten des Landes."

Darabos betont, dass permanent Abstimmungen mit den europäischen Partnern stattfinden. "Die weitere Vorgehensweise treffen wir in engster Abstimmung mit den anderen EUFOR-Staaten", so Darabos.

Die Europäische Union hat beschlossen, dass der weitere Aufmarsch von EUFOR ausgesetzt ist. Die ursprünglich für morgen geplante Verlegung eines Teil-Kontingents findet dementsprechend nicht statt.

Der Verteidigungsminister hat sich heute auch dazu entschlossen, seine für diese Woche geplante Reise nach New York zu verschieben. Darabos wäre dort mit dem Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, zusammengetroffen. "Mein Zusammentreffen mit dem UNO-Generalsekretär wird zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden. Ich plane jedoch, mit ihm die Lage im Tschad in den nächsten Tagen telefonisch zu erörtern", so Darabos.

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