ÖGJ: Kein öffentliches Geld für Freiheitliche Jugendliche

Förderstopp, solange sich RFJ nicht klar von der rechten Szene disatanziert

Wien (ÖGJ/ÖGB) - Die Österreichische Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) schließt sich der Forderung nach einem Förderstopp für den Ring Freiheitlicher Jugendlicher (RFJ) an. "Es ist zu bezweifeln, dass der RFJ den gesetzlichen Kriterien für die Bundesjugendförderung, zum Beispiel der Förderung von Toleranz, Verständigung und friedlichem Zusammenleben, noch entspricht", sagt ÖGJ-Bundesjugendsekretär Florian Zuckerstätter.++++

Seit der Aufnahme der FPÖ-Jugend in die Bundesjugendvertretung -die Dachorganisation aller Jugendeinrichtungen - im Jahr 2001 flossen laut "profil" mehr als eine Million Euro an Fördergeldern des Familien- und Jugendministeriums an den RFJ. Zuckerstätter: "Es kann nicht der Sinn einer staatlichen Förderung sein, damit die menschenverachtenden Positionen des RFJ zu unterstützen", so Zuckerstätter.

In einer Stellungnahme zum RFJ von Heribert Schiedel (Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes, DÖW) heißt es: "Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der RFJ seit 2003 derart weit nach rechts gerückt ist, dass sich fast schon zwangsläufig (inhaltliche wie personelle) Überschneidungen mit dem Neonazismus ergeben."

"Solange sich der RFJ sich nicht eindeutig von der rechtsradikalen Szene distanziert, sollte er keinen Cent an öffentlichen Geldern mehr bekommen", fordert Zuckerstätter.(fk)

ÖGB, 4. Februar 2008 Nr. 48

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