Hofer: Österreichische Banken forcieren energiepolitischen Investitionsgau

Wien (OTS) - Nach der fragwürdigen Rolle der Kontrollbank sowie
der Bank Austria und anderer österreichischer Geldinstitute bei der Finanzierung des türkischen Staudammprojekts Ilisu am Tigris, sorgt nun die Erste Bank für die nächste energiepolitische Schreckenstat", berichtet FPÖ-Umweltsprecher NAbg Norbert Hofer. "Die Erste Bank vergibt über ihre slowakische 100-Prozent-Tochter Slovenska Sporitelna SA, die Teil eines diesbezüglichen Konsortiums ist, einen 800-Millionen-Euro-Kredit zum Ausbau der Blöcke 3 und 4 des Hochrisikoreaktors von Mochovce."

Mit den Interessen ihrer österreichischen Kunden ist diese Investition der Erste Bank in ein grenznahes Atomkraftwerk, das eine ernste Bedrohung darstellt, nicht zu vereinbaren, mahnt Hofer. "Und mit energiepolitischer Zukunftsfähigkeit ist sie ebenso wenig vereinbar. Die veraltete, halbfertige Anlage wird von Experten als besonders gefährlich eingestuft. Man will auf eine Baugenehmigung aus den 1980er-Jahren zurückgreifen, um eine aktuelle Umweltverträglichkeitsprüfung zu umgehen", erklärt der FPÖ-Umweltsprecher. "Das ist ein Affront gegen die österreichischen Kunden der Bank, mit deren Geld die nur 150 Kilometer von Wien entfernten Reaktorblöcke mit Supergau-Potential ans Stromnetz gebracht werden sollen. Den Willkürakten österreichischer Banken, in wessen Auftrag immer sie erfolgen, ist ein Riegel vorzuschieben und stattdessen die Finanzierung eines österreichischen Energie-Autonomie-Konzeptes auszuarbeiten", fordert Hofer abschließend.

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