• 01.02.2008, 09:39:04
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Schultes: Bayr-Aussagen über Biotreibstoffe führen in die Sackgasse

Darüber hinaus, so Schultes, sei hinlänglich bekannt, dass der Preisanteil von Getreide und Mais an verarbeiteten Lebensmitteln nur einen Bruchteil des Produktes ausmacht. Die Ursachen seien hier in erster Line bei den Preissteigerungen fossiler Energieträger zu finden. "Frau Bayr ist offensichtlich nicht bekannt, dass für in Österreich und Europa erzeugte Rohstoffe für die Biotreibstofferzeugung keine Regenwälder gerodet werden und keine Menschen hungern müssen. Die gesamte landwirtschaftliche Produktion erfolgt in Österreich und der EU mit den hohen Standards für Lebensmittel, auch bei Futtermittel und Energiepflanzen. Bei Importen aus Drittländern muss gewährleistet sein, dass die Produktion nach denselben strengen Standards erfolgt - das sollte vielmehr auch eine Forderung von Frau Bayr sein", kritisierte Schultes. Die parteipolitisch "unverdächtige" Internationale Energieagentur stelle Biotreibstoffen und der Bioenergie ebenfalls ein gutes Zeugnis in Zusammenhang mit Klimaschutz und Energieversorgung aus. "Seit 2004 hat jeder Berufstätige 1000 Euro seiner Kaufkraft für die Energiepreissteigerung opfern müssen. Geld, das wir in Österreich ausgegeben haben, hat jetzt jemand in Kasachstan oder in Saudi Arabien, Iran, Nigeria oder Russland. Der Kaufkraftabfluss ist ein ernstes Problem. Die entscheidende Frage ist daher, wie man die Abhängigkeit von fossilen, klimaschädlichen Energieträgern wie Kohle, Erdgas und Erdöl reduziert", so Schultes. "Biotreibstoffe sind darauf eine der wirksamen Antworten. Die Gesamt-CO2 Ersparnis bei Biotreibstoffen liegt je nach Rohstoffgrundlage in Österreich real gemessen bei bis zu 55 Prozent. Im Hinblick auf eine verstärkte energetische Nutzung der Nebenprodukte (wie etwa Stroh) steigt die CO2 Ersparnis gegenüber fossilen Kraftstoffen sogar auf 70 Prozent." Schultes appellierte, nicht ständig mit falschen Zahlen zu arbeiten, die nur den Interessen der Erdölwirtschaft dienen und in die Sackgasse führen. "Das Hauptaugenmerk der Landwirtschaft bleibt nach wie vor die sichere Versorgung der Menschen mit gesunden hochwertigen Lebensmitteln. Darüber hinaus entstehen bei der Biotreibstoffproduktion auch wertvolle Eiweiß-Futtermittel. Das verringert die Importabhängigkeit von GVO Soja und spart Transporte und CO2", führte Schultes weiter aus. Tatsache sei, dass in der EU derzeit knapp drei Prozent der Ackerfläche zur Treibstoffproduktion herangezogen werden. "Auf der anderen Seite waren bisher bis zu zehn Prozent der Ackerfläche mit einem Stilllegungsgebot belegt. 2008 erfolgt seitens der EU die Aufhebung der Stilllegung somit ist Koexistenz von Lebensmittel und Energieproduktion logisch und sinnvoll. Die Internationale Preisentwicklung bei Energie und Lebensmitteln trifft uns in jedem Fall. Unsere Entscheidung ist, ob wir die dabei entstehenden Chancen für Österreich verwerten", schloss Schultes. (Schluss) Rückfragehinweis: Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs Tel. 01/40110/4432 http://www.oevpklub.at *** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VPK

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