Mayerhofer: Österreich! Land der unbegrenzten Unmöglichkeiten! Häftlinge lernen auf Steuerzahlerkosten ihre Bewacher zu überwältigen!

Wien (OTS) - "Ich frage mich, wo wir leben", zeigt sich FPÖ-NAbg Leopold Mayerhofer über eine Meldung aus der Justizanstalt Mittersteig bestürzt. "Der Vollzugsdirektor dieser Anstalt lässt die Häftlinge im sogenannten Affektkontrolltraining schulen. Diese Trainingsform dient aber nicht nur dazu, Aggressionen abzubauen und -angeblich - Depressionen zu überwinden, vor allem anderen ist es als Kampfsport zu bezeichnen."

Den Häftlingen solle nach Aussagen der Projektbetreiber beigebracht werden, sich aus gefährlichen Situationen deeskalierend zu befreien, berichtet Mayerhofer. "Diese Umschreibung klingt mir zu abstrakt und blumig. Unter anderem lernen die Häftlinge spezielle Abwehr- und Griffbefreiungstechniken. Wenn dafür eine Notwendigkeit besteht, soll künftig weniger Kriminalität nach Österreich importiert werden. Dann haben wir keine überbelegten Haftanstalten und Gewaltausbrüchen unter den Häftlingen kann wirksam vorgebeugt werden."

Der Bundessektionsvorsitzende der Justizwache, Zentralausschussmitglied Siegfried König, erläutert: "Ursprünglich war das Programm ausschließlich, und aus gutem Grund, für das Wachpersonal gedacht. In den vergangenen Jahren haben von Psychologen unterstützte Einsatztrainer hunderte Exekutivbeamte in dieser Technik geschult. Die Statistiken geben klar Auskunft, wer häufiger vom wem bedroht wird. Es macht folglich Sinn, das Wachpersonal und nicht die Häftlinge in Abwehrtechniken zu schulen."

Dem fügt Leopold Mayerhofer hinzu: "Beim Wachpersonal sparen wir, aber wir öffnen die Grenzen und verstärken damit den ohnehin schon dramatischen Kriminalitätstourismus und erhöhen damit zwangsläufig die Häftlingszahlen. Und zum Drüberstreuen bringen wir den Häftlingen jetzt noch auf Steuerzahlerkosten bei, wie sie im Bedarfsfall ihre Bewacher überwältigen können?! Das ist rationell nicht mehr nachvollziehbar."Abschließend erklärt Mayerhofer: "Ich erwarte mir von Justizministerin Berger eine umgehende Aufklärung des Sachverhalts. Darüberhinaus werde ich eine parlamentarische Anfrage zu diesem Thema einbringen, um weitere Details über diese Kateridee in Erfahrung zu bringen."

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