Neues Volksblatt: "Bis zum Hals" (von Christian Buchar)

Ausgabe vom 1. Februar 2008

Linz (OTS) - Die markigen Töne, mit denen SPÖ-Chef Gusenbauer und sein Adlatus Kalina nun Führungskompetenz vermitteln wollen, erinnern an Nichtschwimmer, denen das Wasser bis zum Hals steht - nicht nur, was das desaströse Image angeht, sondern auch angesichts des lauter werdenden innerparteilichen Rumorens. Gusenbauers fehlende Führungsqualität kann der Befreiungsversuch freilich ebenso wenig übertünchen wie die politische Konzeptlosigkeit der SPÖ. Des Kanzlers eigener Klimabeauftragter ist dafür bezeichnend. Über Tage durfte Wabl die ÖVP via Pressedienst des Kanzleramts, ein äußerst unsauberer Weg, attackieren - während sich Gusenbauer sach- wie auch parteipolitisch wieder einmal nicht weiter die Hände schmutzig machte. Dass er bei diesem Job noch auf einen Alt-Grünen, nicht einen Parteifreund, setzte, rundet das schiefe Bild nur ab. Wo freilich Konturlosigkeit das Bild bestimmt, kann auch von Kanzler-Bonus keine Rede sein. An die - inhaltlich ohnedies fragwürdige -Kreisky-Gloriole, mit der Gusenbauer seine Auftritte so gerne zu zelebrieren trachtet, glaubt ohnedies nur mehr er selbst. Zu unübersehbar ist die fehlende Substanz in der hohlen Kanzler-Pose.

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