Berger: Verurteilungen von Jugendlichen sind zurückgegangen

Wien (SK) - Für eine sachliche Vorgangsweise in der Diskussion um Kriminalität und Ausländer plädierte heute Justizministerin Maria Berger im Parlament. So könnten Anzeigenstatistiken nicht mit vor 2001 verglichen werden, immerhin sei früher eine geringere Zahl von Delikten aufgeschienen. Zur Kriminalitätsentwicklung von 2005 bis 2006 bemerkte Berger, dass die Verurteilungen in diesem Zeitraum um fünf Prozent zurückgegangen seien, bei Ausländern sogar um acht Prozent, bei Jugendlichen habe es einen Rückgang von 2,2 Prozent gegeben, bei ausländischen Jugendlichen sei ein Minus von 23 Prozent zu verzeichnen. ****

Zum Thema Jugendkriminalität betonte die Justizministerin, dass Österreich "strenger als seine Nachbarstaaten ist", man habe anteilig mehr Jugendliche in Haft als beispielsweise die Schweiz. Es gebe in Österreich auch die Möglichkeit der "diversionellen Erledigung", erläuterte Berger, sie erachte es als sinnvoller, beispielsweise einem Autorowdie Tätigkeiten etwa bei der Straßenmeisterei oder dem Roten Kreuz zu verordnen, als einen Gefängnisaufenthalt. Auch die abschreckende Wirkung von kurzen Gefängnissaufenthalten bei Jugendlichen stellte Berger in Frage, diese seien kein "Wundermittel", in den Ländern, wo man dies versucht hätte, habe man damit keinen Erfolg gehabt. (Schluss) sw

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