BZÖ-Petzner präsentierte RH-Bericht zu "Kärnten Dorf": "Verantwortliche zur Rechenschaft ziehen!"

Klagenfurt (OTS) - Der geschäftsführende BZÖ-Landesparteiobmann hat heute in einer Pressekonferenz den Rechnungshofbericht zum "Kärnten Dorf" in Bandah Aceh präsentiert und über eine Stunde lange zu jedem einzelnen Punkt des Berichtes ausführlich Stellung genommen sowie sämtliche Fragen der Medien beantwortet. Für Petzner sind folgende Punkte entscheidend:

- "Es ist bei der Bauvergabe, Bauplanung und Baudurchführung zu Ungereimtheiten gekommen. Die Verantwortlichen dafür sind zur Rechenschaft zu ziehen, was wir auch tun und einfordern werden." In erster Linie, so Petzner, sei dies Jana Revedin als verantwortliche Architektin. Durch Werkverträge und Schriftstücke sei ihre Verantwortung und ihre Aufgabenbereich eindeutig festgelegt gewesen und auch belegbar. Petzner: "Sie ist ihrer Verantwortung und ihren Aufgaben nicht nachgekommen, obwohl sie dafür Honorare bezogen hat. Das ist auch für uns enttäuschend. Wir behalten uns daher rechtliche Schritte vor." Schließlich sei auch die Rolle des Honorkonsuls von Indonesien zu klären.

- "Sämtliche Verantwortlichen seitens des Landes Kärnten haben nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt. Der Rechnungshofbericht belegt, dass die Verantwortlichen des Landes völlig korrekt gehandelt haben." In dem Zusammenhang verwies Petzner nochmals darauf, dass es eine klare Aufgabenverteilung gegeben habe und klare Verantwortliche für die einzelnen Bereiche festgelegt wurden. "In erster Linie Jana Revedin aber auch der Honorkonsul sind ihrer Verantwortung und ihren Aufgaben im Gegensatz zu den Verantwortlichen seitens des Landes nicht nachgekommen. Wir werden daher auch, wie der Rechnungshof anregt, kassierte Honorare von diesen seitens des Landes engagierten Experten zurück fordern", sagte Petzner.

- Der geschäftsführende Obmann stellt aber auch fest: "Der Weg war lange und schwierig, aber am Ende können wir doch sagen, das Kärnten Dorf lebt! Das Projektziel wurde erreicht, Waisenkindern und Betroffenen der Tsunami-Katastrophe konnte mit dem Kärnten-Dorf geholfen und ihnen eine neue Zukunft gegeben werden." Petzner begründet dies mit einem bisher nicht bekannten und heute von ihm veröffentlichten Bericht des Hilfswerkes, das mittlerweile das Projekt übernommen hat und dafür in einem einstimmigen Beschluss der Landesregierung 347.000 Euro zur Verfügung gestellt bekommen hat. Laut diesem Bericht leben bereits seit November 2007 16 Waisenkinder in dem Dorf und werden von drei Betreuern versorgt. Zwei Gärtner und ein Hausmeister für die Anlage sind ebenso vorhanden. Auch die Gesundheitsstation wurde in Betrieb genommen, so stehen ein Arzt und zwei Krankenschwestern zur Verfügung. Das Hilswerk stellt wörtlich fest: "Die Kinder scheinen sich sichtlich wohl zu fühlen - ebenso die Betreuerinnen. Diese machen einen sehr guten Eindruck und haben viele Ideen für die Zukunft."

- Und schließlich trifft der geschäftsführende Obmann noch die Feststellung: "Auch der Rechnungshof ist nicht sakrosankt. Für berechtigte Kritik wie etwa Bauvergabe, Bauplanung und Baudurchführung sind die Verantwortlichen dafür zur Verantwortung zu ziehen, in erster Linie die Architektin. Wir sehen aber auch die heftige Rechnungshof-Kritik im Zusammenhang mit angeblich eklatanten Baumängeln als nicht berechtigt an", so Petzner mit Verweis auf den Bericht des Hilfswerkes. Dieses teilt nämlich die Kritik des Rechnungshofes überhaupt nicht, sondern stellt über die Baumängel fest: "Es wurde eine Mängelliste mit einer Baufirma ausgearbeitet. Es wurden alle Gebäude gemeinsam inspiziert und von Fachleuten beurteilt. Es wurden Mängel wie undichte Dächer, fehlende oder beschädigte Beschläge an Türen und Fenstern sowie unzureichende Sanitärinstallationen festgestellt. ES HANDELTE SICH DABEI JEDOCH MEIST UM KLEINIGKEITEN, DIE RELATIV RASCH ZU BEHEBEN SIND."

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