Silhavy: "Regionale Netzwerke schaffen Mehrwert für alle!"

Staatssekretärin Heidrun Silhavy und Staatssekretärin Christa Kranzl eröffneten den "Tag der Netzwerke" in Wien

Wien (OTS) - Über 380 AkteurInnen der verschiedensten Netzwerke
aus ganz Österreich trafen sich am Donnerstag auf Einladung des Bundeskanzleramtes in der Akademie der Wissenschaften in Wien. Vom Komitee zum Schutz der Alpen (CIPRA) über Leadergruppen, die für Innovation im ländlichen Raum sorgen, über die Regionalmanagements bis hin zu MitarbeiterInnen der territorialen Beschäftigungspakte. Gemeinsam ist den Netzwerkern, für Innovation, Kooperation und damit nachhaltige Zukunftsperspektiven in der Regionalpolitik zu sorgen. Ziel der Veranstaltung, die Vielfalt und die Leistungen der in Österreich tätigen Netzwerke zu präsentieren und die Akteure untereinander zu vernetzen.

Staatssekretärin Heidrun Silhavy, die in der Regierung für Regionalpolitik zuständig ist, sagte: "Es gibt eine Vielzahl von regionalen Strukturen, hinter denen immer Menschen stehen, die dafür sorgen, dass EU-Programme gut und effizient umgesetzt werden, Förderungen sinnvoll verwendet und die Entwicklung der Regionen vorangetrieben werden. Netzwerke sorgen dafür, dass Bürger und Bürgerinnen in unserem Land aus den EU-Programmen den bestmöglichen Nutzen ziehen."

Sie kritisierte allerdings, dass EU-Förderungen oft erst mit großem verwaltungstechnischen Aufwand zu bekommen sind: "Es darf nicht so weit kommen, dass Förderinstrumente der EU-Regionalpolitik nicht mehr genutzt werden, weil den Menschen der Aufwand größer als der Nutzen erscheint", sagte Silhavy und versprach, sich für Vereinfachungen einzusetzen. In diesem Sinne solle diese Veranstaltung auch "eine Würdigung der oft schwierigen Arbeit und des großen Engagements der Netzwerker sein".

Eine Arbeit, die von der Politik nicht so effizient erledigt werden könne. "Menschen vor Ort spüren genauer, wo der Schuh drückt, wir Politiker müssen aber offen für die Probleme und für die Lösungsvorschläge aus den Regionen sein." Silhavy verdeutlichte ihr Anliegen mit einem Beispiel aus der Mur-Mürz-Furche. Da gebe es einerseits eklatanten Mangel an Facharbeitern, aber auf der anderen Seite junge Leute ohne Lehrstelle. So kam die Anregung mit Hilfe aller Beteiligten eine nicht mehr genutzte Hauptschule zu einer Ausbildungsstätte für zukünftige FacharbeiterInnen auszubauen, "ein weiterer wichtiger Baustein für die Bildungsregion."

So wie dieses Vorhaben wurden allein in den heute präsentierten neun Netzwerken in den letzten Jahren mehrere tausende Projekte umgesetzt und über 30.000 Menschen informiert und involviert. "Dadurch werden die Bürger zu aktiven Gestaltern ihrer Region."

Forschungsstaatssekretärin Christa Kranzl berichtete ebenso aus eigener Erfahrung von den Vorteilen von Netzwerken. Sie sei selbst Obfrau der Dorferneuerung in ihrer Heimatgemeinde und als solche mit anderen vernetzt. "Ich lerne von anderen und muss nicht ständig das Rad neu erfinden!" Für ihre Arbeit im BmVIT seien Netzwerke ebenso unverzichtbar: So wurde in Kooperation von Wissenschaftern und Praktikern verschiedenster Fachrichtungen das Passivhaus, "das Haus der Zukunft", entwickelt und damit schon viel zum Klimaschutz beigetragen. "Immerhin hat Österreich die weltweit größte Dichte an Passivhäusern!". Und mit Hilfe des Frauennetzwerkes FEMtech sollen Frauen auch in die Spitzenpositionen der Forschung eindringen können.

Heidrun Silhavy dankte den Beamten des Bundeskanzleramtes, die in ihrer Koordinationsfunktion die Initiative zur Vernetzung der Netzwerke ergriffen. "Ich habe diese Initiative gerne aufgegriffen, denn Netzwerke schaffen Mehrwert für alle!"

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Cornelia Zoppoth
Pressesprecherin von Staatssekretärin Silhavy
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