Pröll: Österreich ist ein Umweltmusterland

Umweltminister zum 8. Umweltkontrollbereicht im Nationalrat

Wien (OTS) - Dank stattete Umweltminister Dipl.Ing. Josef Pröll allen zuständigen Beamten und Mitarbeitern im Umweltbundesamt ab, die für den 8. Umweltkontrollbericht zuständig sind und diesen so detailliert und übersichtlich erstellt haben. "Dieser Bericht ist ein guter Rückblick auf das, was getan wurde, und eine gute Entscheidungsbasis für das, was getan werden muss", so Pröll heute, Donnerstag, im Plenum des Nationalrats. "Das hohe Niveau der Qualität der österreichischen Umwelt konnte in den letzten Jahren beibehalten werden, in einzelnen Bereichen sind Verbesserungen möglich und Handlungsbedarf gegeben", fasste Pröll zusammen. ****

- Die österreichische Wasserqualität ist hervorragend: 97 Prozent der österreichischen Badegewässer entsprechen den Vorgaben der EU, 89 Prozent der Haushalte sind an die Kanalisation angebunden, die österreichischen Fließgewässer haben Güteklasse eins oder zwei. "Das sind europäische Spitzenwerte", ist Pröll erfreut.

- Bei der Luftgüte konnten in zentralen Bereichen Verbesserungen erzielt werden, sodass die vorgegebenen Ziele bis 2010 schon im Jahr 2005 erreicht werden konnten. "Das können nur wenige Länder von sich sagen", so der Minister.

- In der Abfallwirtschaft ist Österreich erfolgreich, die Sammel-und Verwertungsanteile konnten etwa durch Maßnahmen in der Deponieverordnung erhöht werden.

- Die Landwirtschaft setzt wertvolle Maßnahmen für die Umwelt: die biologisch bewirtschafteten Flächen wurden um 30 Prozent erhöht. Dass es in den Jahren 2006 und 2007 eine massive Zurückhaltung der österreichischen Bauern in diesem Bereich gegeben habe, erklärte der Minister damit, dass der Grüne Pakt durch die politische Diskussion lange nicht im Detail klar war. "Ich bin überzeugt, dass die Bauern nun, da sie Sicherheit haben, wieder mehr biologisch anbauen und wirtschaften werden."

- Trotz aller anderslautenden Versuche der EU ist Österreich gentechnikfrei geblieben, "und wir werden das konsequent weiter verfolgen", kündigte Pröll an. "Wir sind auf einem mühsamen, aber richtigen Weg, den wir mit einer klugen Argumentation unserer Bedenken weiter gehen."

- Im Sinne des Naturschutzes "haben wir es geschafft, dass alle sechs österreichischen Nationalparke international anerkannt sind", ist Pröll stolz auf die Bewältigung dieses harten Weges.

- Der Einsatz erneuerbarer Energieträger ist in Österreich um 15 Prozent gestiegen. "Wir werden diesen Erfolgsweg weiter fortsetzen. Und wir werden die Diskussion um die Frage des Ökostromgesetzes in diesem Sinne nur auf fairer Basis miteinander führen Denn Klimaschutz wird ohne unseren Beitrag nicht machbar sein. Und vor allem nicht kostenlos möglich sein", betonte der Umweltminister.

- Ein wichtiges Projekt ist das zehntausend-Dächer-Programm im Klima- und Energiefonds.

Handlungsbedarf sieht der Minister bei der Bodenqualität, die eine gemeinsame Herausforderung für Bund, Länder und Gemeinden ist, die Erreichung des Kyoto-Zieles bei der Reduktion der Treibhausgasemissionen um 13 Prozent. "Wir haben hier eine Lücke zu schließen. Aber die letzen Daten geben Anlass zu Optimismus. In gemeinsamer Anstrengung - bei Verkehr, Raumwärme, Wohnbauförderung und Biosprit - können wir es schaffen", ist Pröll überzeugt.

"Wir können und sollten stolz sein auf das Erreichte. Österreich ist ein Umweltmusterland. Dort wo es Mängel gibt, werden wir Verbesserungen setzen. Denn wir sind auf dem richtigen Weg - das zeigt der 8. Umweltkontrollbericht", schloss Pröll.
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