Zwerschitz: "Pille danach" verursacht großes Schweigen

SPÖ und ÖVP fällt zu ungewollten Schwangerschaften nichts ein

Wien (OTS) - "Immer wieder kommen die Beteuerungen, dass sich doch alle weniger Schwangerschafts-Abbrüche und weniger ungewollte Schwangerschaften wünschen. Minderjährige Mütter müssen oft ihre Ausbildung abbrechen und verfügen kaum über einen Partner, der die Verantwortung für ein Kind mit ihnen teilt. In diesem Bereich spielen sich täglich menschliche Tragödien ab. Dennoch zieht die Regierung das Nichts-Tun vor, vor allem bei der 'Pille danach'", kritisiert die Jugendsprecherin der Grünen, Barbara Zwerschitz. Sie forderte erneut eine massive Erleichterung im Zugang zur "Pille danach", das bedeutet Rezeptfreiheit und die Ermöglichung einer Abgabe des Medikaments über VertrauenslehrerInnen an Schulen.

"Auch für die Jugend- und FrauensprecherInnen der anderen Fraktionen im Parlament scheinen die Rechte von jungen Frauen zweitrangig zu sein. Wahrscheinlich bis zum nächsten 8. März, dem Weltfrauentag. Da rufen dann alle wieder nach Verbesserungen, die sie selber vornehmen könnten." Wenn es um die Umsetzung zentraler Maßnahmen geht, bleiben die Frauen allein. Das trifft vor allem Minderjährige, denn 90 Prozent der Schwangerschaften bei Minderjährigen sind ungewollt und davon führen 60 Prozent zu Abbrüchen. "Grund genug in eine sachliche Diskussion einzusteigen und die ideologischen Vernebelungen zu beenden", sagte Zwerschitz.

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