Blecha: Große Mehrheit der PensionistInnen bekommt mehr als ursprünglich im Gesetz vorgesehen

Kanzler Gusenbauer erster Regierungschef, der wieder mit Pensionistenvertretern verhandelte

Wien (SK) - Klarheit in die Debatte rund um die Pensionserhöhungen brachte heute, Donnerstagmittag, der Präsident des Pensionistenverbands Österreichs (PVÖ), Karl Blecha, in einer Pressekonferenz. So sei völlig klar, dass "die große Mehrheit der PensionistInnen eine deutlich höhere Pensionserhöhung bekommen hat als ursprünglich im Gesetz vorgesehen". Auch sei Bundeskanzler Alfred Gusenbauer der erste Regierungschef gewesen, der nach sieben Jahren die PensionistInnenvertreter wieder zur Verhandlungen einlud und eine kräftige Erhöhung des Ausgleichszulagenrichtsatzes über die Armutsgrenze möglich machte, betonte Blecha. ****

Blecha zeigte sich auch verwundert über die jetzigen medialen Darstellungen, die teils mit falschen Zahlen von einer zu geringen Pensionserhöhung sprächen. Der PVÖ-Präsident erinnerte hier an den Entrüstungssturm seitens so genannter Pensionsexperten und von ÖVP-Vertretern, die wahlweise einen "Skandal", einen "Anschlag" oder gar eine "Belastung des Systems" orteten - und monierten, dass die SPÖ-geführte Regierung mit der letzten Pensionserhöhung den Pensionistenvertretern zu weit entgegengekommen sei. Faktum aber sei, dass von den insgesamt rund zwei Millionen PensionsbezieherInnen "mehr als 1,5 Millionen ASVG-Pensionisten mehr bekommen als die ursprünglich vorgesehene 1,7-prozentige Pensionserhöhung".

Der PVÖ habe - zusammen mit den anderen Pensionsverbänden - in intensiven Verhandlungen mit der Regierung auch durchgesetzt, dass der Ausgleichszulagenrichtsatz an die Armutsgrenze herangeführt wurde (entspricht einer Erhöhung um 2,9 Prozent), so Blecha, der betonte:
"Das ist eine ganz wichtige Maßnahme der Regierung Gusenbauer. Denn diese 2,9-prozentige Erhöhung ist Armutsbekämpfung, und nicht Pensionsanpassung". Weiterer Verhandlungserfolg: Durch die Zusammenziehung zweier Pensionen eines Beziehers, die allein jeweils unter dem Ausgleichszulagenrichtsatz lägen, ergibt sich nunmehr eine Gesamtpension, die deutlich stärker erhöht wird als zuvor. Es gibt derzeit 290.000 BezieherInnen von zwei oder mehreren Pensionen. Die Überlegungen der SPÖ zu einer Teuerungsabgeltung begrüßte Blecha ausdrücklich: "Ich begrüße alles, was den sozial Schwachen hilft, die explosionsartige Teuerungswelle besser zu verkraften." (Schluss) mb

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0014