Vilimsky: Nach Rüge durch EU-Kommission: Weg mit ORF-Zwangsgebühren, her mit fairer, transparenter Medienförderung

ALLE TV- und Radiosender sollen künftig von der Erfüllung eines öffentlichen Auftrages profitieren können

Wien (fpd) - Nach der Rüge durch die EU-Kommission wegen dem ORF-Finanzierungssystem sieht sich der Betreiber der Online-Petition www.weg-mit-den-orf-gebuehren.at, FPÖ-Generalsekretär NRAbg. Harald Vilimsky, mit seiner Kritik am ORF-Zwangsgebührensystem bestätigt. Diese, so Vilimsky, seien ein Relikt aus dem vergangenen Jahrhundert. Jetzt sei die Chance gegeben, diese abzuschaffen und durch ein faires und transparentes System der Medienförderung zu ersetzen.

Gerade vor dem Hintergrund des aktuellen Versuches der ORF-Führung, die ORF-Gebühren zu erhöhen, den absolut historischen Tiefststand der ORF-Quote im Jahr 2007 sowie einer immer stärker werdenden Diskussion über die Nichterfüllung von Objektivität und öffentlich-rechtlichem Auftrag gewinnt das Vorgehen der EU-Kommission besondere Brisanz. Statt am bestehenden, ungerechten Zwangsgebührensystem festzuhalten, solle dieses abgeschafft werden, dafür eine faire und transparente Medienförderung entwickelt werden.

Die Gebührenhoheit des ORF bzw. die Zwangsgebühren komme immerhin aus einer Zeit, in der man in Österreich nur ORF-FS1 und FS2 empfangen konnte. Damals war klar: Wer einen Fernseher zuhause hatte, war automatisch auch ORF-Konsument und mußte dafür zahlen. Die Zeiten haben sich in den letzten Jahrzehnten jedoch drastisch geändert. Ob über Kabel oder Satellit, die meisten können 30, 40, 50 und noch viel mehr Programme empfangen. Dazu kommen Videos, DVDs oder auch Spiele für das Fernsehgerät. Zahlen muß man jedoch weiterhin für den ORF, obwohl viele das Angebot vom Küniglberg gar nicht nutzen, oder nutzen können. Sogar jene, welche den Ankauf einer DVB-T-Box verwehren, müssen laut geltendem Recht zahlen, ungerechter gehe es wohl kaum, so Vilimsky.

Der ORF hat in seinem Programm eine sagenhafte Wiederholungsquote von 28 Prozent! Vergleichbare öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten liegen da weit darunter. ARD liegt etwa bei nur 11 Prozent Wiederholungen, ZDF bei 13 Prozent. Mehr als mager ist auch der Vergleich des Informationsanteiles. Der Anteil von Nachrichten, Magazinen, Reportagen liegt beim ORF bei etwa 25 Prozent. Dies ist nicht nur deutlich schlechter als bei ARD und ZDF, sondern liegt mittlerweile sogar auch hinter den meisten Privaten (RTL 39,5 %, Pro7 30,8 Prozent).

Diese himmelschreiende Ungerechtigkeit eines Zwangsgebührensystems gehört endlich beseitigt. Die Zukunft der heimischen Medien soll frei, unabhängig und fair sein. Wenn es schon zur Förderungen für Bildungsaufgaben und die Erfüllung eines Informationsauftrages gibt, dann soll dies ALLEN TV- und Radio-Sendern zur Verfügung stehen. Die ORF-Zwangsgebühren sind ein ungerechtes Überbleibsel der Medienpolitik des vergangenen Jahrhunderts und müssen endlich ersatzlos abgeschafft werden, so Vilimsky.

Die Online-Petition gegen das ORF-Zwangsgebührensystem läuft noch bis Ende dieses Jahres. Die Zahl der Unterstützer nähert sich der 100.000er Marke. Informationen unter www.weg-mit-den-orf-gebuehren.at.

Rückfragen & Kontakt:

Harald Vilimsky
0664 32 54 019

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFW0006