Diakonie: Hilfe für Tsunami-Opfer in Sri Lanka gefährdet

Diakonie korrigiert Aussage von Außenministerin Plassnik

Wien (OTS) - Die heute im Parlament getätigte Aussage von Außenministerin Ursula Plassnik, es gäbe keine weiteren Projekteinreichungen für nachhaltige Tsunami-Aufbauprojekte, stößt bei der Diakonie auf großes Unverständnis.

Die Diakonie bekommt seit letztem Jahr auf Anfrage nach Fortsetzung staatlicher Förderung eines dreijährigen Ausbildungsprogramms für Traumabegleitung in Sri Lanka vom österreichischen Außenministerium nur vage Antworten.

Diakonie Direktor Michael Chalupka: "Es scheint völlig unklar, auf welchem Weg Tsunami-Gelder zu beantragen sind. Wir werden im Kreis geschickt. Bei mehr als 24 Millionen Euro zugesagten Geldern, die nicht ausgegeben wurden, ein Projekt im Umfang von 280.000 Euro nicht zu genehmigen, obwohl damit tausenden Menschen nachhaltig geholfen wäre, kann ich weder akzeptieren noch verstehen", so Chalupka.

Die Zivilbevölkerung in Sri Lanka leidet nach wie vor nicht nur an den Folgen der Verwüstungen durch den Tsunami im Dezember 2004, sondern auch an den Auswirkungen des jahrelangen Bürgerkrieges. Inzwischen wurden mit internationaler Unterstützung Anstrengungen unternommen, um wieder aufzubauen, was durch den Tsunami zerstört worden war. Doch der Bürgerkrieg ist nach einer kurzen Pause wieder aufgeflammt. Zahlreiche Menschen wurden getötet oder verletzt, viele sind schwerst traumatisiert.

Die Diakonie Auslandshilfe konnte sowohl mit Unterstützung der öffentlichen Hand als auch dank vieler Privatspenden Soforthilfemaßnahmen umsetzen und mit dem dreijährigen Ausbildungsprogramm für Traumabewältigung starten. Die dringend notwendige Fortsetzung dieser Form psychosozialer Begleitung bedarf weiterer Finanzierung, damit nachhaltig die Lebensumstände vieler betroffener Familien verbessert werden können.

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