Silhavy bei "Tag der Netzwerke": Netzwerke optimieren den Nutzen aus EU-Programmen für BürgerInnen

Kranzl: Passivhaus-Technologie und FEMtech "Best-Practice-Modelle" für Netzwerkarbeit

Wien (SK) - Über 300 ExpertInnen trafen sich am Donnerstag zum Symposium "Tag der Netzwerke", um über die Bereiche Innovation, Kooperation, Motivation und Zukunftsperspektiven in der Regionalpolitik zu diskutieren. Staatssekretärin Heidrun Silhavy, die in der Regierung für Regionalpolitik zuständig ist, sagte: "Es gibt eine Vielzahl von regionalen Strukturen, hinter denen immer mehr Menschen stehen, die dafür sorgen, dass Programme gut und effizient umgesetzt werden, Förderungen sinnvoll verwendet und die Entwicklung der Regionen vorangetrieben werden. Netzwerke bieten daher eine gute Möglichkeit, dass BürgerInnen in unserem Land aus den EU-Programmen den bestmöglichen Nutzen ziehen." Forschungsstaatssekretärin Christa Kranzl erläuterte, dass es in ihrem Bereich "Best-Practice-Modelle" gebe, etwa die Passivhaus-Technologie und FEMtech. ****

"Es darf nicht so weit kommen, dass Förderinstrumente der EU-Regionalpolitik nicht mehr genutzt werden, weil den Menschen der Aufwand größer als der Nutzen erscheint", sagte Silhavy und betonte, dass diese Veranstaltung auch eine Würdigung der Arbeit und des Engagements der NetzwerkerInnen ist, um auch in Zukunft für ihre Regionen und die Bevölkerung voll einsatzbereit zu sein.

Die österreichische Raumentwicklung und Raumplanung habe eine wichtige soziale und integrative Komponente, damit untrennbar verbunden sind sozial- und wohnpolitische Fragen, die Verkehrs- und Infrastrukturpolitik, aber auch der Klimaschutz. Derzeit bestünden in Österreich auf dem Gebiet der Regionalentwicklung unterschiedliche Schwerpunkte zu wichtigen Themen. "Wir müssen wieder gemeinsame Prioritäten setzen , um Zukunftsfragen wie jene der Chancengleichheit der Bevölkerung im ländlichen Raum, des Flächenverbrauchs oder der Planung notwendiger Infrastruktur wieder effizienter lösen zu können", sagte Silhavy und betonte, dass Netzwerke deshalb so wichtig wären.

Das Thema Regionalentwicklung solle daher wieder stärker von politischen Entscheidungsträgern fokussiert werden. "Regionalpolitik muss sich mehr an den Bedürfnissen der Menschen orientieren", forderte Silhavyy und betonte: "Die NetzwerkerInnen leisten mit ihrer Arbeit einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung regionaler Identität."

Kranzl: Vernetzungen sind "extrem wichtig"

Staatssekretärin Christa Kranzl betonte, dass Vernetzungen für die Politik, die Gesellschaft, die Wirtschaft aber auch die Forschung "extrem wichtig" sind. Als "Best-Practice-Modell" für gelungenes Netzwerken führte Kranzl die Passivhaus-Technologie an. Österreich weist mit aktuell über 1.800 Passivhäusern die weltweit größte Passivhausdichte bezogen auf die Einwohnerzahl auf. "Ein wesentlicher Beitrag zur Entwicklung und Verbreitung von Passivhaustechnologien kam vom Forschungsprogramm 'Haus der Zukunft' des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie.

"Ziel der Programmlinie 'Haus der Zukunft' war es bereits im Jahr 1999, auf Basis von Forschungsarbeiten innerhalb von wenigen Jahren konkrete Technologieentwicklungen und Demonstrationshäuser zu errichten und die Ergebnisse für weitere Bauvorhaben und für die breite Öffentlichkeit aufzubereiten", erläuterte Kranzl. Dank des großen Engagements und der hohen Kooperationsbereitschaft von Forscherinnen und Forscher, Planerinnen und Planer sowie Betrieben gelang es, die Forschungs- und Entwicklungsergebnisse aus "Haus der Zukunft" umzusetzen und die deutliche Technologieführerschaft zu erreichen.

Ein weiteres Vernetzungs-Highlight der Forschungsstaatssekretärin ist das Projekt "FEMtech". "Es geht hier darum, Frauen mit all ihren Chancen in den Mittelpunkt zu stellen. Unser Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für Frauen im F&E-Bereich zu verbessern, auf die Berufschancen und Karriereoptionen aufmerksam zu machen und Frauen zu unterstützen und zu motivieren", sagte Kranzl. Der FEMtech-Karriereweg wird gemeinsam mit Industriellenvereinigung, österreichischen Unternehmen, Universitäten und Ausbildungseinrichtungen durchgeführt, um den Frauenanteil in der industriellen Forschung zu vergrößern." (Schluss)up

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