Rinner: Familiensplitting hilft Spitzenverdienern

Beihilfen und Ausbau der Kinderbetreuung sinnvoller

Wien (SK) - "Völlig ungerecht" findet die SPÖ-Nationalratsabgeordnete Sylvia Rinner die Vorschläge der ÖVP zum steuerlichen Familiensplitting. Hierbei werden alle Einkommen einer Familie zusammengerechnet und je nach Variante entweder auf alle Familienmitglieder oder nur auf die Ehepartner aufgeteilt. "Höherverdienende kommen damit in Steuerklassen, die derzeit den wirklich Wenigverdienenden vorbehalten sind", erklärte Rinner am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Für sie sind die Schwachstellen offensichtlich: "Profitieren kann zuerst einmal nur, wer eine Partnerin oder einen Partner hat, mit der/dem geteilt werden kann. Alleinerziehende Mütter und Väter bekommen nichts oder nur wenig. Umgekehrt nützt es demjenigen am meisten, der sehr gut verdient und dessen Gattin zu Hause bleibt - mit oder ohne Kinder". ****

Rinner möchte, dass die Steuerreform allen Menschen hilft, die kleine und mittlere Einkommen haben. "Hier liegen die wahren Belastungen und diese Frauen und Männer leben ja auch in Familien", hält Rinner fest. "Nur die Spitzenverdiener zu entlasten, ist einfach unfair", so Rinner weiter, "Familienförderung wäre auch gezielt über Beihilfen möglich." Hat eine Familie ein geringes Einkommen, so profitieren sie wenig bis gar nicht vom Familiensplitting. "Wie oft sehe ich, dass sich Mütter abstrudeln um ihre Kinder zu versorgen, sie rechtzeitig aus dem Kindergarten abholen und gleichzeitig noch ihre Aufgaben am Arbeitsplatz erfüllen müssen. Wenn man helfen will, dann muss eine verantwortungsvolle Politik zuerst in die Kinderbetreuung investieren und dafür sorgen, dass die oft geringen Einkommen auch etwas wert sind." (Schluss) sl/mp

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0007